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	<title>Kommentare zu: &#8220;…weil für sie kein Platz in der Herberge war.&#8221;</title>
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	<description>Der Fall der Familie Thadchanamoorthy</description>
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		<title>Von: BSander</title>
		<link>http://www.abgeschoben-waf.de/archives/113/comment-page-1#comment-40</link>
		<dc:creator>BSander</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2007 15:04:31 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Geschwister Linnenbrink,

der Kommentar von Herrn Lins war ein redaktioneller Beitrag, der kurz vor Weihnachten als Kommentar in der &quot;Glocke&quot; erschienen ist.

Anmerk. der Redaktion</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Geschwister Linnenbrink,</p>
<p>der Kommentar von Herrn Lins war ein redaktioneller Beitrag, der kurz vor Weihnachten als Kommentar in der &#8220;Glocke&#8221; erschienen ist.</p>
<p>Anmerk. der Redaktion</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Geschw. Linnenbrink</title>
		<link>http://www.abgeschoben-waf.de/archives/113/comment-page-1#comment-39</link>
		<dc:creator>Geschw. Linnenbrink</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2007 14:03:07 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für Ihren Leserbrief Herr Lins. Warum steht er nicht in der Glocke? Die Weihnachtsgeschichte geht weiter. Ich hoffe, daß mein Leserbrief dazu in den nächsten Tagen in der Glocke steht. Liebe Grüße H. Linnenbrink</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für Ihren Leserbrief Herr Lins. Warum steht er nicht in der Glocke? Die Weihnachtsgeschichte geht weiter. Ich hoffe, daß mein Leserbrief dazu in den nächsten Tagen in der Glocke steht. Liebe Grüße H. Linnenbrink</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Elisabeth Wiengarten</title>
		<link>http://www.abgeschoben-waf.de/archives/113/comment-page-1#comment-36</link>
		<dc:creator>Elisabeth Wiengarten</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2006 13:49:05 +0000</pubDate>
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		<description>Mein Neujahrsgruß an alle Menschen, die sich mit mir für die Familie Thadchanamoorthy einsetzen. Es ist der Text aus einer Mail, die ich heute - kurz vor dem Jahresausklang - verschickte. 

Ich möchte allen, die ich mit dieser Mail anschreibe für das Jahr 2007 viel Gutes wünschen. Unten stehen einige Gedanken von mir. Vorab stelle ich den Text von Hanns Dieter Hüsch und schließe mich seinen Gedanken an. 

Segen zum Geleit 
Von Hanns Dieter Hüsch

Im übrigen meine ich
daß Gott uns das Geleit geben möge
Immerdar
Auf unserem langen Weg zu unserer Menschwerdung 
Auf dem endlos schmalen Pfad zwischen Gut und Böse 
Herzenswünschen und niedrigen Spekulationen 
Er möge uns ganz nahe sein in unserer Not 
Wenn wir uns im dornigen Gestrüpp der Wirklichkeit verlieren 
Er möge uns in den großen anonymen Städten 
wieder an die Hand nehmen 
damit wir seiner Fantasie folgen können 
Und auf dem weiten flachen Land 
wollen wir ihn auf unseren Wegen erkennen 
Er möge uns vor falschen Horizonten und 
dunklen Abgründen bewahren 
So daß wir nicht in Richtungen wandern 
die uns im Kreise und an der Nase rumführen 
Er möge unseren kleinen Alltag betrachten 
den wir mal recht mal schlecht bestehen müssen 
Die 12 Stunden Unrast und die 12 Stunden Ruhe vor 
dem Sturm 
Er hat den Tag und die Nacht geschaffen 
Hat auch den Alltag gemacht und den Schlaf 
Die 12 Stunden eilen und kümmern und laufen 
Und sorgen und streiten und ärgern und schweigen 
Und die 12 Stunden ausruhen und nichts mehr sehen 
und hören 
Gott hat auch den Traum und das tägliche Leben 
geschaffen 
Und er möge uns die vielen Streitigkeiten von morgens bis abends verzeihen 
Das Hin und Herlaufen zwischen den vielen Fronten 
Und all die Vorwürfe 
die wir uns gegenseitig machen 
Möge er in herzhaftes Gelächter verwandeln 
und unsere Bosheiten in viele kleine Witze auflösen 
Wir bitten ihn Zeichen zu setzen und Wunder zu tun 
daß wir von all unseren Schuldzuweisungen ablassen 
und jedwedem Gegner ein freier Gastgeber sind 
Er möge uns von seiner Freiheit ein Lied singen 
auf daß wir alle gestrigen Vorurteile außer Kraft 
und alle Feindseligkeiten außer Gefecht setzten 
Er möge uns von seiner großen zeitlosen Zeit 
ein paar Stunden abgeben 
Und - Er kann gewiß nicht überall sein - Er möge in unsere Stuben kommen und unsere Habseligkeiten segnen 
unsere Tassen und Teller, die Kanne, die Zuckerdose 
und den Salzstreuer, die Essigflasche und den Brotkorb 
Er möge vor allem die Kinder schützen und die Tiere 
vor jeglicher Willkür 
Ja, Er möge sich zu uns an den Tisch setzen und erkennen 
Wie sehr wir ihn alle brauchen, überall 
auf der ganzen Welt 
Denn wer will uns erlösen von all unserem 
weltgeschichtlichen Wahn 
Auch von unseren täglichen Lebenskonflikten 
Gott unser Herr möge auch manchmal ein Machtwort sprechen 
Mit all jenen Herren, die sich selber zu Göttern ernannt 
Die Menschen durch Maschinen ersetzen 
und für Geld Kriege führen 
Und mit Drogen alle Zukunft zerstören 
Er möge sich unser erbarmen 
Am Tage und in der Nacht 
In der großen Welt und in der kleinen Welt unseres Alltags 
Er möge uns unsere Krankheiten überstehen lassen 
und uns in der Jugend und im Alter seine Schulter geben, 
damit wir uns von Zeit zu Zeit, von Gegenwart zu Gegenwart, 
an ihn anlehnen können, getröstet, gestärkt und ermutigt. 
Amen.
Hanns Dieter Hüsch: Das Schwere leicht gesagt. Freiburg, Basel, Wien: Herder. 7. Aufl. 1997. S. 151ff. (Herder Spektrum 
http://www.kirchen-in-meiningen.de/seiten/gebet/archiv.htm


Liebe Freunde,
liebe Bekannte in Nah und Fern,
verehrte Zeitungsredakteure,

all ihr, die mich in diesem Jahr ein Stück mehr oder weniger begleitet habt....

Danke möchte ich allen für die guten Begegnungen sagen, für mutmachende Worte, für Solidarität, für Unterstützung und einfach für das &quot;DA-SEIN&quot;. 
Besonders beim Einsatz für die Familie Thadchanamoorthy habe ich viel an Mitmenschlichkeit erfahren.
Beeindruckend war besonders die Sensibilität vieler älterer Menschen, beeindruckt haben mich die Spenden von Menschen, die selbst nicht viel haben.
Ein älterer Mann von über 80 Jahren kam zum Benefizgkonzert und sagte:
&quot;Die Musik gefällt mir zwar nicht so, aber was da passiert ist, gehört sich nicht!&quot;
Er sagte es auf &quot;Platt&quot; - kann ich nicht so gut schreiben, aber er fasste etwas zusammen, was viele sagten.

Ich träume immer noch davon, nein ich hoffe und will, dass die Familie zurückkehrt, es wäre ein Zeichen für Gerechtigkeit. Zum Glück ist Herr Hartdorf ein engagierter Rechtsanwalt, der daran arbeitet. Er glaubt daran, dass wir die Familie zurückholen können. Ich hoffe mit ihm, dass es Wirklichkeit wird. Nina sagt, dass die Familie keinerlei Lebenschance in Sri Lanka hat.

Im Grußwort zum Neuen Jahr schreibt unser Landrat Dr. Gericke, dass er das neue Bleiberecht begrüßt. Wenn er es wirklich begrüßt, dann frage ich mich, warum er Familie Thadchanamoorthy ins Abseits geschickt hat. Oder wer war in der Kreisverwaltung dafür verantwortlich? 
Es wurde gesagt, dass Herr Thadchanamoorthy kein Deutsch spricht. Ich telefoniere mit ihm und unterhalte mich mit ihm. Es wurde gesagt, dass der Bruder die Papiere hätte mitgeben sollen. Am Abend vor der Abschiebung hieß es aber, dass die Familie doch bleiben darf. Außerdem bin ich der Meinung, dass dafür auch nicht der Bruder zuständig war, sondern die Behörden, die die Abschiebung wollten. Außerdem ist das wichtigste Dokument nicht in der Wohnung gewesen, sondern bei der Kreisverwaltung oder Botschaft in Bonn. Ohne dieses Ausweispapier hat Herr Kiddinan-Thadchanamoorthy keine Möglichkeit, sein Leben in Sri Lanka jemals selbst zu gestalten.
Inzwischen gibt es auch Aussagen, dass man bei den Behörden durchaus weiß, dass die Botschaft in Bonn nur ein Einreisevisum ausstellt, dass seine Gültigkeit auf dem Flughafen in Colombo verliert. Anmeldungen vor Ort sind damit bei den Behörden nicht möglich. 

Frau Thadchanamoorthy ist anhaltend krank, sie hat hohes Fieber. Ich frage mich immer wieder, was für ein Arzt der Abschiebearzt ist, der Frau Thadchanamoorthy gesund geschrieben hat. 

Apisan muss ab dem 2. Januar 07 zur Schule, dann sind die großen Ferien in Sri Lanka zu Ende. Er wird auf eine Schule der Schwestern gehen. Wir bezahlen die Fahrt dorthin. Es kostet im Momat keine 5 Euro - aber dort wird er wahrscheinlich etwas mehr behütet. Er hat die letzten Tage nur Bauchschmerzen, denn er spricht kein Tamil, kein Englisch, kein Singahlesisch und hat Angst vor der Schule, weil ihn die anderen Kinder nicht verstehen. 
Auch Apirami hat Angst. Sie wird ab dem 2.1.07 in den Kindergarten gehen. Sie wird aber den Kindergarten im Convent besuchen, in dem Nina zurzeit auch wohnt. Herr Thadchanamoorthy arbeitet zurzeit ehrenamtlich bei den Schwestern - aus Dank und weil ihm zu Hause die &quot;Decke auf den Kopf fällt&quot;.
Ohne sein Ausweispapier kann er keine Arbeit aufnehmen. 

Wenn wir der Familie Thadchanamoorthy helfen, dann ist es zwar nur ein kleines Stück Hilfe auf dieser großen Welt. Doch wir setzen ein Zeichen, dass Gerechtigkeit über Ungerechtigkeit siegt. Wir setzen so ein Beispiel. Ich hoffe auf Gottes Hilfe - ich bete dafür. Andere glauben nicht an Gott - aber sie setzen sich für die gerechte Sache mit ein - Danke dafür. 
Viele verschiedene Menschen wirken zusammen, dass ist wunderbar.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Jahr 2007 und bitte um weitere Unterstützung dabei, die Familie Thadchanamoorthy zurückzuholen. 
Dankbar wären wir besonders über Eintragungen auf unserer Internetseite. Es ist ganz einfach,man muss nur unter den einzelnen Artikeln die Rubrik Kommentare anklicken. Wenn viel auf unserer Seite geschieht, dann ist es gut. 

Alles Gute und viele Grüße - in Gedanken bin ich mit vielen 
lieben Menschen, 
einsatzfreudigen Menschen, 
mutigen Menschen, 
solidarischen Menschen, 
aufmüpfigen Menschen, 
wagemutigen Menschen verbunden,
ehrlichen Menschen,
gerechten Menschen,
die ich 2006 kennenlernte.

Ich habe schon an anderer Stelle mehrmals gesagt, der Einsatz für die Familie Kiddinan/Thadchanamoorthy ist nicht nur anstrengend und zeitaufwendig, er hat mir auf viele Begegnungen gebracht, die mich persönlich in meinem Menschsein weitergebracht haben. 
Danke dafür.
Elisabeth Wiengarten  
02586/970034
www.abgeschoben-waf.de

Unsere Projektseite
www.srilanka-waf.blogspot.com

Nina Seite - hier kann man ihr auch einen Gruß eintragen, auch unter Kommentare. Es ist manchmal in diesen Tagen sehr schwer für sie. Vor allem, weil sie Sorge um die Familie hat, wenn sie ohne die Familie nach Deutschland kommen muss. Solidarität und ein Wort als Gruß würde sie bestimmt erfreuen.

www.soulsisternina.blogspot.com 


Hier noch eine Geschichte, die mir in dieser Zeit sehr wichtig geworden ist.


Hühnersuppe für die Seele

Einer unserer Freunde ging bei Sonnenuntergang an einem einsamen mexikanischen Strand entlang. Als er so entlang schlenderte, sah er in der Ferne einen anderen Mann. Als er näher kam, bemerkte er, dass der Einheimische sich fortwährend hinunterbeugte, etwas aufhob und ins Wasser warf. Wieder und wieder schleuderte er etwas hinaus in den Ozean.

Als unser Freund sich noch mehr näherte sah er, dass der Mann Seesterne aufhob, die an den Strand gespült worden waren, und -  einen nach dem anderen - warf er sie ins Wasser zurück.
Unser Freund war verblüfft. Er näherte sich dem Mann und sagte: „Guten Abend, mein Freund. Ich habe mich gefragt, was Sie da tun.“

„Ich werfe diese Seesterne zurück ins Meer. Sehen Sie, es ist gerade Ebbe, und alle diese Seesterne sind ans Ufer gespült worden. Wenn ich sie nicht ins Meer zurückwerfe, werden sie an Sauerstoffmangel sterben.“

„Ich verstehe“, erwiderte mein Freund, „aber es muss an diesem Strand Tausende von Seesternen geben. Sie können unmöglich alle erwischen. Es gibt einfach zu viele. Und sind Sie sich nicht klar, da? dies wahrscheinlich an Hunderten von Stränden überall an dieser Küste passiert?? Sehen Sie nicht , dass Sie unmöglich etwas ändern können??.“
Der Einheimisch lächelte, beugte sich hinunter und hob noch einen weiteren Seestern auf, 

als er ihn ins Meer zurückwarf, erwiderte er:
“ Hab für den was geändert!!“

aus „Hühnersuppe für die Seele“ von Jack Canfield und Mark Viktor Hansen 
Arkana-Verlag, Seite 29</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Neujahrsgruß an alle Menschen, die sich mit mir für die Familie Thadchanamoorthy einsetzen. Es ist der Text aus einer Mail, die ich heute &#8211; kurz vor dem Jahresausklang &#8211; verschickte. </p>
<p>Ich möchte allen, die ich mit dieser Mail anschreibe für das Jahr 2007 viel Gutes wünschen. Unten stehen einige Gedanken von mir. Vorab stelle ich den Text von Hanns Dieter Hüsch und schließe mich seinen Gedanken an. </p>
<p>Segen zum Geleit<br />
Von Hanns Dieter Hüsch</p>
<p>Im übrigen meine ich<br />
daß Gott uns das Geleit geben möge<br />
Immerdar<br />
Auf unserem langen Weg zu unserer Menschwerdung<br />
Auf dem endlos schmalen Pfad zwischen Gut und Böse<br />
Herzenswünschen und niedrigen Spekulationen<br />
Er möge uns ganz nahe sein in unserer Not<br />
Wenn wir uns im dornigen Gestrüpp der Wirklichkeit verlieren<br />
Er möge uns in den großen anonymen Städten<br />
wieder an die Hand nehmen<br />
damit wir seiner Fantasie folgen können<br />
Und auf dem weiten flachen Land<br />
wollen wir ihn auf unseren Wegen erkennen<br />
Er möge uns vor falschen Horizonten und<br />
dunklen Abgründen bewahren<br />
So daß wir nicht in Richtungen wandern<br />
die uns im Kreise und an der Nase rumführen<br />
Er möge unseren kleinen Alltag betrachten<br />
den wir mal recht mal schlecht bestehen müssen<br />
Die 12 Stunden Unrast und die 12 Stunden Ruhe vor<br />
dem Sturm<br />
Er hat den Tag und die Nacht geschaffen<br />
Hat auch den Alltag gemacht und den Schlaf<br />
Die 12 Stunden eilen und kümmern und laufen<br />
Und sorgen und streiten und ärgern und schweigen<br />
Und die 12 Stunden ausruhen und nichts mehr sehen<br />
und hören<br />
Gott hat auch den Traum und das tägliche Leben<br />
geschaffen<br />
Und er möge uns die vielen Streitigkeiten von morgens bis abends verzeihen<br />
Das Hin und Herlaufen zwischen den vielen Fronten<br />
Und all die Vorwürfe<br />
die wir uns gegenseitig machen<br />
Möge er in herzhaftes Gelächter verwandeln<br />
und unsere Bosheiten in viele kleine Witze auflösen<br />
Wir bitten ihn Zeichen zu setzen und Wunder zu tun<br />
daß wir von all unseren Schuldzuweisungen ablassen<br />
und jedwedem Gegner ein freier Gastgeber sind<br />
Er möge uns von seiner Freiheit ein Lied singen<br />
auf daß wir alle gestrigen Vorurteile außer Kraft<br />
und alle Feindseligkeiten außer Gefecht setzten<br />
Er möge uns von seiner großen zeitlosen Zeit<br />
ein paar Stunden abgeben<br />
Und &#8211; Er kann gewiß nicht überall sein &#8211; Er möge in unsere Stuben kommen und unsere Habseligkeiten segnen<br />
unsere Tassen und Teller, die Kanne, die Zuckerdose<br />
und den Salzstreuer, die Essigflasche und den Brotkorb<br />
Er möge vor allem die Kinder schützen und die Tiere<br />
vor jeglicher Willkür<br />
Ja, Er möge sich zu uns an den Tisch setzen und erkennen<br />
Wie sehr wir ihn alle brauchen, überall<br />
auf der ganzen Welt<br />
Denn wer will uns erlösen von all unserem<br />
weltgeschichtlichen Wahn<br />
Auch von unseren täglichen Lebenskonflikten<br />
Gott unser Herr möge auch manchmal ein Machtwort sprechen<br />
Mit all jenen Herren, die sich selber zu Göttern ernannt<br />
Die Menschen durch Maschinen ersetzen<br />
und für Geld Kriege führen<br />
Und mit Drogen alle Zukunft zerstören<br />
Er möge sich unser erbarmen<br />
Am Tage und in der Nacht<br />
In der großen Welt und in der kleinen Welt unseres Alltags<br />
Er möge uns unsere Krankheiten überstehen lassen<br />
und uns in der Jugend und im Alter seine Schulter geben,<br />
damit wir uns von Zeit zu Zeit, von Gegenwart zu Gegenwart,<br />
an ihn anlehnen können, getröstet, gestärkt und ermutigt.<br />
Amen.<br />
Hanns Dieter Hüsch: Das Schwere leicht gesagt. Freiburg, Basel, Wien: Herder. 7. Aufl. 1997. S. 151ff. (Herder Spektrum<br />
<a href="http://www.kirchen-in-meiningen.de/seiten/gebet/archiv.htm" rel="nofollow">http://www.kirchen-in-meiningen.de/seiten/gebet/archiv.htm</a></p>
<p>Liebe Freunde,<br />
liebe Bekannte in Nah und Fern,<br />
verehrte Zeitungsredakteure,</p>
<p>all ihr, die mich in diesem Jahr ein Stück mehr oder weniger begleitet habt&#8230;.</p>
<p>Danke möchte ich allen für die guten Begegnungen sagen, für mutmachende Worte, für Solidarität, für Unterstützung und einfach für das &#8220;DA-SEIN&#8221;.<br />
Besonders beim Einsatz für die Familie Thadchanamoorthy habe ich viel an Mitmenschlichkeit erfahren.<br />
Beeindruckend war besonders die Sensibilität vieler älterer Menschen, beeindruckt haben mich die Spenden von Menschen, die selbst nicht viel haben.<br />
Ein älterer Mann von über 80 Jahren kam zum Benefizgkonzert und sagte:<br />
&#8220;Die Musik gefällt mir zwar nicht so, aber was da passiert ist, gehört sich nicht!&#8221;<br />
Er sagte es auf &#8220;Platt&#8221; &#8211; kann ich nicht so gut schreiben, aber er fasste etwas zusammen, was viele sagten.</p>
<p>Ich träume immer noch davon, nein ich hoffe und will, dass die Familie zurückkehrt, es wäre ein Zeichen für Gerechtigkeit. Zum Glück ist Herr Hartdorf ein engagierter Rechtsanwalt, der daran arbeitet. Er glaubt daran, dass wir die Familie zurückholen können. Ich hoffe mit ihm, dass es Wirklichkeit wird. Nina sagt, dass die Familie keinerlei Lebenschance in Sri Lanka hat.</p>
<p>Im Grußwort zum Neuen Jahr schreibt unser Landrat Dr. Gericke, dass er das neue Bleiberecht begrüßt. Wenn er es wirklich begrüßt, dann frage ich mich, warum er Familie Thadchanamoorthy ins Abseits geschickt hat. Oder wer war in der Kreisverwaltung dafür verantwortlich?<br />
Es wurde gesagt, dass Herr Thadchanamoorthy kein Deutsch spricht. Ich telefoniere mit ihm und unterhalte mich mit ihm. Es wurde gesagt, dass der Bruder die Papiere hätte mitgeben sollen. Am Abend vor der Abschiebung hieß es aber, dass die Familie doch bleiben darf. Außerdem bin ich der Meinung, dass dafür auch nicht der Bruder zuständig war, sondern die Behörden, die die Abschiebung wollten. Außerdem ist das wichtigste Dokument nicht in der Wohnung gewesen, sondern bei der Kreisverwaltung oder Botschaft in Bonn. Ohne dieses Ausweispapier hat Herr Kiddinan-Thadchanamoorthy keine Möglichkeit, sein Leben in Sri Lanka jemals selbst zu gestalten.<br />
Inzwischen gibt es auch Aussagen, dass man bei den Behörden durchaus weiß, dass die Botschaft in Bonn nur ein Einreisevisum ausstellt, dass seine Gültigkeit auf dem Flughafen in Colombo verliert. Anmeldungen vor Ort sind damit bei den Behörden nicht möglich. </p>
<p>Frau Thadchanamoorthy ist anhaltend krank, sie hat hohes Fieber. Ich frage mich immer wieder, was für ein Arzt der Abschiebearzt ist, der Frau Thadchanamoorthy gesund geschrieben hat. </p>
<p>Apisan muss ab dem 2. Januar 07 zur Schule, dann sind die großen Ferien in Sri Lanka zu Ende. Er wird auf eine Schule der Schwestern gehen. Wir bezahlen die Fahrt dorthin. Es kostet im Momat keine 5 Euro &#8211; aber dort wird er wahrscheinlich etwas mehr behütet. Er hat die letzten Tage nur Bauchschmerzen, denn er spricht kein Tamil, kein Englisch, kein Singahlesisch und hat Angst vor der Schule, weil ihn die anderen Kinder nicht verstehen.<br />
Auch Apirami hat Angst. Sie wird ab dem 2.1.07 in den Kindergarten gehen. Sie wird aber den Kindergarten im Convent besuchen, in dem Nina zurzeit auch wohnt. Herr Thadchanamoorthy arbeitet zurzeit ehrenamtlich bei den Schwestern &#8211; aus Dank und weil ihm zu Hause die &#8220;Decke auf den Kopf fällt&#8221;.<br />
Ohne sein Ausweispapier kann er keine Arbeit aufnehmen. </p>
<p>Wenn wir der Familie Thadchanamoorthy helfen, dann ist es zwar nur ein kleines Stück Hilfe auf dieser großen Welt. Doch wir setzen ein Zeichen, dass Gerechtigkeit über Ungerechtigkeit siegt. Wir setzen so ein Beispiel. Ich hoffe auf Gottes Hilfe &#8211; ich bete dafür. Andere glauben nicht an Gott &#8211; aber sie setzen sich für die gerechte Sache mit ein &#8211; Danke dafür.<br />
Viele verschiedene Menschen wirken zusammen, dass ist wunderbar.</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Jahr 2007 und bitte um weitere Unterstützung dabei, die Familie Thadchanamoorthy zurückzuholen.<br />
Dankbar wären wir besonders über Eintragungen auf unserer Internetseite. Es ist ganz einfach,man muss nur unter den einzelnen Artikeln die Rubrik Kommentare anklicken. Wenn viel auf unserer Seite geschieht, dann ist es gut. </p>
<p>Alles Gute und viele Grüße &#8211; in Gedanken bin ich mit vielen<br />
lieben Menschen,<br />
einsatzfreudigen Menschen,<br />
mutigen Menschen,<br />
solidarischen Menschen,<br />
aufmüpfigen Menschen,<br />
wagemutigen Menschen verbunden,<br />
ehrlichen Menschen,<br />
gerechten Menschen,<br />
die ich 2006 kennenlernte.</p>
<p>Ich habe schon an anderer Stelle mehrmals gesagt, der Einsatz für die Familie Kiddinan/Thadchanamoorthy ist nicht nur anstrengend und zeitaufwendig, er hat mir auf viele Begegnungen gebracht, die mich persönlich in meinem Menschsein weitergebracht haben.<br />
Danke dafür.<br />
Elisabeth Wiengarten<br />
02586/970034<br />
<a href="http://www.abgeschoben-waf.de" rel="nofollow">http://www.abgeschoben-waf.de</a></p>
<p>Unsere Projektseite<br />
<a href="http://www.srilanka-waf.blogspot.com" rel="nofollow">http://www.srilanka-waf.blogspot.com</a></p>
<p>Nina Seite &#8211; hier kann man ihr auch einen Gruß eintragen, auch unter Kommentare. Es ist manchmal in diesen Tagen sehr schwer für sie. Vor allem, weil sie Sorge um die Familie hat, wenn sie ohne die Familie nach Deutschland kommen muss. Solidarität und ein Wort als Gruß würde sie bestimmt erfreuen.</p>
<p><a href="http://www.soulsisternina.blogspot.com" rel="nofollow">http://www.soulsisternina.blogspot.com</a> </p>
<p>Hier noch eine Geschichte, die mir in dieser Zeit sehr wichtig geworden ist.</p>
<p>Hühnersuppe für die Seele</p>
<p>Einer unserer Freunde ging bei Sonnenuntergang an einem einsamen mexikanischen Strand entlang. Als er so entlang schlenderte, sah er in der Ferne einen anderen Mann. Als er näher kam, bemerkte er, dass der Einheimische sich fortwährend hinunterbeugte, etwas aufhob und ins Wasser warf. Wieder und wieder schleuderte er etwas hinaus in den Ozean.</p>
<p>Als unser Freund sich noch mehr näherte sah er, dass der Mann Seesterne aufhob, die an den Strand gespült worden waren, und &#8211;  einen nach dem anderen &#8211; warf er sie ins Wasser zurück.<br />
Unser Freund war verblüfft. Er näherte sich dem Mann und sagte: „Guten Abend, mein Freund. Ich habe mich gefragt, was Sie da tun.“</p>
<p>„Ich werfe diese Seesterne zurück ins Meer. Sehen Sie, es ist gerade Ebbe, und alle diese Seesterne sind ans Ufer gespült worden. Wenn ich sie nicht ins Meer zurückwerfe, werden sie an Sauerstoffmangel sterben.“</p>
<p>„Ich verstehe“, erwiderte mein Freund, „aber es muss an diesem Strand Tausende von Seesternen geben. Sie können unmöglich alle erwischen. Es gibt einfach zu viele. Und sind Sie sich nicht klar, da? dies wahrscheinlich an Hunderten von Stränden überall an dieser Küste passiert?? Sehen Sie nicht , dass Sie unmöglich etwas ändern können??.“<br />
Der Einheimisch lächelte, beugte sich hinunter und hob noch einen weiteren Seestern auf, </p>
<p>als er ihn ins Meer zurückwarf, erwiderte er:<br />
“ Hab für den was geändert!!“</p>
<p>aus „Hühnersuppe für die Seele“ von Jack Canfield und Mark Viktor Hansen<br />
Arkana-Verlag, Seite 29</p>
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