Abschiebepraktiken des Arztes Dr. Thomas Liedtke – Wer hat Infos?

Dr. Thomas Liedtke ist der zuständige Arzt, der auch an der Abschiebung von Frau Menaka Thadchanamoorthy beteiligt war und sie, trotz ihrer schweren psychischen Erkrankung, für reisefähig erklärte.

Manchmal werde ich müde, die Arbeit für die Familie Thadchanamoorthy ist oft anstrengend und zeitraubend. Doch es lohnt sich immer wieder am Ball zu bleiben, das spüre und erfahre ich jeden Tag. Etwas Bedeutendes, auch für andere Menschen in Not – sprich Asylbewerber – hat sich in diesen Tagen ergeben.

Inzwischen konnte ich mehr über den oben genannten Arzt herausfinden. Es gibt Gerichtsurteile, die belegen, dass er von seinen Fachkenntnissen her nicht qualifiziert ist, die von ihm gemachten Untersuchungen durchzuführen. In anderen Regierungsbezirken bedient man sich seiner Einsatzfreudigkeit nicht mehr.

Es tut sich etwas!

Warum untersucht Dr. Liedtke noch im Kreis Warendorf, obwohl man sich seiner in anderen Kreisen nicht mehr bedient?

Wieso darf Herr Liedtke noch für die Kreisverwaltung untersuchen?

Wir haben viele Informationen über diesen Arzt. Wir wären aber dankbar, wenn wir noch mehr Hinweise erhalten könnten, wo die Abschiebepraktiken des Herrn Liedtke ausgeübt worden sind.

In Solidarität herzliche Grüße

Elisabeth Wiengarten

5 Reaktionen zu “Abschiebepraktiken des Arztes Dr. Thomas Liedtke – Wer hat Infos?”

  1. K. Aßhoff

    Der Landrat muß sich fragen lassen, ob er sich hier möglicherweise eines dubiosen Gutachters bedient hat, um die Familienmitglieder untersuchen zu lassen. Träfe das zu, wäre es natürlich schlimm. Erstens, weil die Familie nicht qualifiziert untersucht worden ist. Schlimm aber auch, weil diesem Vorgang der Geruch anhaften würde, als habe man gerade diesen Gutacher genommen, der sich im Sinne einer bestimmten Tendenz bewährt hat – pro Abschiebung.

    Auch in dieses Dunkel gehört ausgeleuchtet bis in den letzten verdammten Winkel.

    Klaus Aßhoff

  2. Elisabeth Wiengarten

    http://www.baff-forum.org/forum/forumdisplay.php?f=17

    Hallo – ich bin noch bezüglich der Abschiebeärzte am Ball.
    Die Ärztekammer ist auch informiert und interessiert sich.

    Gibt man ins Internet unter http://www.google.de das Unwort Abschiebearzt ein, offenbaren sich schlimme Faktoren.

    Auch über Dr. Liedtke, der für die Abschiebungen in Warendorf “geholt” wird, finden sich Berichte. Unter anderem auf der Seite

    http://www.baff-forum.org/forum/forumdisplay.php?f=17

    unter Dr. L.

    Wer diese Seite liest und etwas zum Thema Abschiebeärzte weiß oder über
    Einsatztätigkeiten von Dr. Liedtke, dem wären wir für Informationen dankbar.

    Mit Gruß Elisabeth Wiengarten

  3. Klaus Aßhoff

    Politische Verantwortung zu übernehmen wirkt häufig wohlfeil. Im Fall der ins Ungewisse abgeschobenen Familie Thadchanamoorthy aus Warendorf muß sie noch festgestellt werden. Die örtlichen Landtagsabgeordneten der größten Regierungsfraktion, Herr Recker und Herr Sendtker (beide CDU) müßten hier doch Bescheid wissen, wenn ihnen dieses Thema nicht vollends gleichgültig ist. Oder welcher Politiker hat dafür die Verantwortung zu übernehmen, daß ausgerechnet ein gewisser Dr. Thomas L. aus Düsseldorf immer wieder beschäftigt wurde und sich wohl auch benutzen läßt, um in letzter Minute ärztliche Vorgutachten umzustoßen und flugs die Abschiebetauglichkeit festzustellen? Von Anfang an erschien es zweifelhaft, ob insbesondere Mutter Thadchanamoorthy trotz einer psychischen Erkrankung reisetauglich war. Seitens eines Facharztes war das verneint worden. Abtransportiert wurde sie dennoch. Nachdem der interessierte Bürger gelernt hat, daß der Landrat ein Unschuldslamm ist, machtloses Rädchen im Getriebe, ein Vollstreckungsorgan nur, fragt sich: Wer war der Treibriemen, wer der Motor? Fragen wir also unsere potentesten Landtagsabgeordneten und bitten wähleruntertänigst darum, daß nun endlich ein höhergestellter Funktionsträger die Verantwortung übernehmen möge: Wer hat die Abschiebung der kranken Frau Thadchanamoorthy so organisiert – durch Tun oder Unterlassen – daß eine medizinische Scheinlegitimation dafür gegeben war. Wer hat zu verantworten, daß der Säugling von der Mutter getrennt wurde? Die Fragen bleiben gestellt und harren einer Antwort bis diese eines Tages erfolgen wird.

    Klaus Aßhoff

  4. Klaus Gangler

    Die Frage, warum darf dieser seltsame Dr. Liedke im Auftrag
    des Kreises Warendorf weiterhin so arbeiten, diese Frage müßte
    an Dr. Gericke gerichtet werden.
    Der ist dafür zuständig !
    Klaus Gangler
    Kolpingstr. 25
    D – 48 351 EVERSWINKEL

  5. Klaus Aßhoff

    Politisch dürfte der Landtag NRW verantwortlich sein, für das Verwaltungshandeln trägt natürlich der jeweilige Landrat die Verantwortung.

    Dass die Herren Sendker und Recker sich “angesprochen” fühlen, dafür spricht ja der Leserbrief der “Jungen Union”, dessen Vorsitzender Florian Driszus (Oelde) vom 28.02.2007 in der Glocke.

    Was zu dieser Meinung anzumerken war aus meiner Sicht, habe ich folgendermaßen ausgedrückt:

    “Reaktion auf den Leserbrief des Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Florian Dirszus, Oelde vom 28.02.2007 (WN)

    „Weiterer Belege bedarf es nicht für die Berechtigung der in meinem Leserbrief vom 24. Februar gestellten Fragen an die beiden Landtagsabgeordneten Sendker und Recker (beide CDU). Wer, wenn nicht diese Landtagsabgeordneten, hat politisch mitzuverantworten, daß die Flüchtlinge zuerst festgehalten, dann getrennt, dann von dubiosen Medizinern „gesundgeschrieben“, dann ohne gültige Papiere außer Landes transportiert werden konnten? Dabei ist auch ein Kind von seinen Eltern getrennt worden. Ich hoffe übrigens, dass Letzteres nicht der Grund dafür ist, wenn jetzt die Jugendorganisation der CDU statt der Mitglieder des Landtages zum Antworten vorgeschickt wird. Aber im Ernst: Amnesty International hat die Sachverhalte ausführlich aufgezeigt. Wer wollte, hat längst nachlesen können, dass die erfolgte Abschiebung der Familie Tadchanamoorthy eben nicht so zwingend vorgeschrieben und nicht so zu vollstrecken war. Andere Landräte haben im Hinblick auf die Bleiberechtsentscheidung der Länderinnenminister wohlwollender entschieden, auch das ist bekannt. Dass unser Landrat es dennoch schaffte, sich bis zur eigenen Unkenntlichkeit hinter Paragraphen zurückzuziehen, ist höchst bedauerlich. Und wer so handelt wie der Landrat, wer Gesetze und Verordnungen trägt wie die Herren Sendker und Recker, der muß kritisiert werden – auch von parteilosen einzelnen Bürgern um der Humanisierung der Flüchtlingspolitik willen. Wenn die Junge Union tatsächlich nicht wissen sollte, mit welchem Recht das geschehen darf, dann tut sie mir leid. Da kann ich nur sagen: Lesen Sie noch mal nach im Staatsbürgerkunde-Grundkurs! Aber wahrscheinlicher ist ja, Sie kennen und schätzen selbst die Meinungsfreiheit wie ich auch und fühlen sich als Demokraten, möchten aber gemeinsam mit Ihren CDU-Parteifreunden, dass nun endlich Ruhe angeordnet werden soll, dass dieses Thema endlich aus den Schlagzeilen kommen soll und Gras darüber wachsen soll, was geschehen ist mit diesen unschuldigen Menschen, die letztlich wir alle ihres Friedens und ihrer Heimat beraubt haben. Dieses beides, muß ich Ihnen sagen, treibt mich weiter um und erfüllt mich mit Scham.“

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