Morddrohungen gegen Menschenrechtler Frank Gockel
Der Aachener Friedenspreisträger Frank Gockel ist nach Morddrohungen von Rechtsradikalen untergetaucht. Der Vorsitzende des „Vereins Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.“ wurde nach Information der Friedenspreisinitiative telefonisch und per Mail von Rechtsradikalen mit dem Tode bedroht.
Otmar Steinbicker, Vorsitzender des Aachener Friedenspreises, fordert von Bürgerschaft und Politik, sich aktiv für den Schutz des Preisträgers einzusetzen. Gockel hatte mehrfach Demonstrationen gegen rechtsradikale Kundgebungen angemeldet und wurde deswegen seit längerem Ziel radikaler Attacken. Diese wurden jetzt durch eine unsägliche Plakataktion intensiviert.
Die Plakate unter dem Titel „Aktion: Feg weg“ rufen offen gegen den „antifaschistischen“ Gockel auf und verweisen auf eine für den Samstag geplante Kundgebung der NOS (Nationale Offensive Schaumburg).
Der Aachener Friedenspreis selbst unterstützt den Aufruf des „Bundes Deutscher PfadfinderInnen Paderborn e.V.“, mit einer Gegen- demonstration in Paderborn am 28. April um 10 Uhr.