Gespräch mit Familie Thadchanamoorthy am 29. April 2007
Von Elisabeth Wiengarten
Heute fand ich im Internet die Nachricht, dass es in Wattala zu Anschlägen gekommen ist. Ich rief die Schwestern vom Guten Hirten und auch Herrn Thadchanamoorthy an. Es ist allen nichts passiert. Die Kinder der Familie Thadchanamoorthy hatten jedoch extreme Angst. Eine Umsiedlung von Kindern, die deutsch fühlen, denken und handeln, weil sie hier geboren sind, in ein direktes Bürgerkriegsgebiet, ist für mich nach wie vor eine Menschenrechtsverletzung.
Die Kinder haben die ganze Nacht nicht geschlafen. Ich habe auch mit Apisan, der inzwischen sieben Jahre alt wurde, gesprochen. Er berichtete mir von den Einschlägen und dem Stromausfall. Obwohl der Einschlagsort ca. 4 km entfernt war, hat die Familie alles mitbekommen und war auch vom Stromausfall betroffen.
Da Herr Thadchanamoorthy immer noch keine ID-Karte hat (zur Erinnerung: Die deutschen Behörden habe ihm seine Karte bei der Ausweisung nicht zurückgegeben) hält er sich nur im Haus auf, da er Angst hat. Auch Apisan berichtete, dass sein Vater nur im Haus bleibt und alle Angst haben.