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	<title>Kommentare zu: Weihbischof Josef Voß äußert sich zum Bleibe- recht: &#8220;Nicht hinnehmbar&#8221;   &#8211;   Kirchen fordern Änderungen beim Bleiberecht</title>
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	<description>Der Fall der Familie Thadchanamoorthy</description>
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		<item>
		<title>Von: R. Strecker</title>
		<link>http://www.abgeschoben-waf.de/archives/220/comment-page-1#comment-169</link>
		<dc:creator>R. Strecker</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2007 06:08:32 +0000</pubDate>
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		<description>Wer Angst und Verzweiflung sät,
was wird der ernten? 

Das Schicksal der abgeschobenen Familie Thadchanamoorthy (und das vieler anderer) hängt weiter am seidenen Faden.
Sie wurde mit der Unterschrift Olaf Gerickes dem Bürgerkrieg
ausgeliefert.

Das haben wir nicht vergessen!
Und das werden wir auch nicht vergessen!

Das Schicksal dieser Familie ist für immer an das der Menschen im Kreis Warendorf gekettet. Die Verantwortung für diese hilflose Familie mit 3 kleinen Kindern wurde in unser aller Hände gelegt! Wir waren und sind weiter für sie verantwortlich: das sind Menschen, die Schmerz und Verzweiflung empfinden - wie wir!

Unsere politischen Vertreter, hier in Form des Landrats Olaf Gericke,
haben nicht nur den Kontakt zu uns Bürgern verloren (wenn sie den überhaupt je hatten), schlimmer: mit dieser selbstherrlichen und undemokratischen Tat (und dem perversen Bleiberecht) haben sie unsere christlich-humanistischen Werte mit Füßen getreten. Für diese Werte hat sich der Mann aus Nazareth und viele andere quälen und hinrichten lassen. Bis heute.

Wie kalt muss das Herz sein, dem die furchtbare Hoffnungslosigkeit der geschundenen Familie Thadchanamoorthy gleichgültig ist?
 
Um die halbe Welt ist die Not (nicht nur) dieser Familie zu spüren. Die unvorstellbare Angst und Verzweiflung kleben bereits (für immer) an den Händen des Landrats und der beteiligten Beamten. Da hilft auch kein „Unschuldswaschen“ im stinkenden Pfuhl menschenverachtender Gesetzte! („Das Gewissen ist das Gesetz des Gesetzes!”). Missachtung humaner Werte bedeutet nichts anderes als die Zerstörung unserer Demokratie. So beginnt das also!

Wer Angst und Verzweiflung sät, was wird der ernten?

Inzwischen meldet sich das Gewissen der Mehrheit in unserem Land, dem die unmenschlichen Auswüchse der Gesetzgebung zuwider sind.
Und das zeigt, das diejenigen, die das jetzige schändliche Bleiberecht
zu verantworten haben, mit diesem wahrlich „gottverfluchten“ Gesetz
völlig selbstherrlich gehandelt haben! Wir Bürger lehnen Unmenschlichkeit grundsätzlich ab! Niemand hat das Recht eine Mutter zurück in die Hölle des Bürgerkrieg abzuschieben, in dem sie einst schwer gefoltert wurde.

An Olaf Gericke und seine Ausländerbehörde:
Wir werden nicht der ganzen Welt helfen können, aber wir sind nicht dazu da, das Elend dieser Welt mit unmenschlichen und unnötigen Abschiebungen zu vergrößern!

Wer Angst und Verzweiflung sät, was wird der ernten?

Wir missachteten Bürger können nur noch mit Spenden dafür sorgen,
dass die Familie Thadchanamoorthy (und andere) nicht zu Grunde geht(en)
und wir müssen als Christen weiteres Unrecht vor unserer Haustür verhindern!
Ich danke allen Menschen aus dem Kreis Warendorf und darüber hinaus für Ihre vielfältige Unterstützung, die zum Überleben der hilflosen 5-köpfigen Familie bis heute beigetragen haben. 
Gott segne Sie!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Angst und Verzweiflung sät,<br />
was wird der ernten? </p>
<p>Das Schicksal der abgeschobenen Familie Thadchanamoorthy (und das vieler anderer) hängt weiter am seidenen Faden.<br />
Sie wurde mit der Unterschrift Olaf Gerickes dem Bürgerkrieg<br />
ausgeliefert.</p>
<p>Das haben wir nicht vergessen!<br />
Und das werden wir auch nicht vergessen!</p>
<p>Das Schicksal dieser Familie ist für immer an das der Menschen im Kreis Warendorf gekettet. Die Verantwortung für diese hilflose Familie mit 3 kleinen Kindern wurde in unser aller Hände gelegt! Wir waren und sind weiter für sie verantwortlich: das sind Menschen, die Schmerz und Verzweiflung empfinden &#8211; wie wir!</p>
<p>Unsere politischen Vertreter, hier in Form des Landrats Olaf Gericke,<br />
haben nicht nur den Kontakt zu uns Bürgern verloren (wenn sie den überhaupt je hatten), schlimmer: mit dieser selbstherrlichen und undemokratischen Tat (und dem perversen Bleiberecht) haben sie unsere christlich-humanistischen Werte mit Füßen getreten. Für diese Werte hat sich der Mann aus Nazareth und viele andere quälen und hinrichten lassen. Bis heute.</p>
<p>Wie kalt muss das Herz sein, dem die furchtbare Hoffnungslosigkeit der geschundenen Familie Thadchanamoorthy gleichgültig ist?</p>
<p>Um die halbe Welt ist die Not (nicht nur) dieser Familie zu spüren. Die unvorstellbare Angst und Verzweiflung kleben bereits (für immer) an den Händen des Landrats und der beteiligten Beamten. Da hilft auch kein „Unschuldswaschen“ im stinkenden Pfuhl menschenverachtender Gesetzte! („Das Gewissen ist das Gesetz des Gesetzes!”). Missachtung humaner Werte bedeutet nichts anderes als die Zerstörung unserer Demokratie. So beginnt das also!</p>
<p>Wer Angst und Verzweiflung sät, was wird der ernten?</p>
<p>Inzwischen meldet sich das Gewissen der Mehrheit in unserem Land, dem die unmenschlichen Auswüchse der Gesetzgebung zuwider sind.<br />
Und das zeigt, das diejenigen, die das jetzige schändliche Bleiberecht<br />
zu verantworten haben, mit diesem wahrlich „gottverfluchten“ Gesetz<br />
völlig selbstherrlich gehandelt haben! Wir Bürger lehnen Unmenschlichkeit grundsätzlich ab! Niemand hat das Recht eine Mutter zurück in die Hölle des Bürgerkrieg abzuschieben, in dem sie einst schwer gefoltert wurde.</p>
<p>An Olaf Gericke und seine Ausländerbehörde:<br />
Wir werden nicht der ganzen Welt helfen können, aber wir sind nicht dazu da, das Elend dieser Welt mit unmenschlichen und unnötigen Abschiebungen zu vergrößern!</p>
<p>Wer Angst und Verzweiflung sät, was wird der ernten?</p>
<p>Wir missachteten Bürger können nur noch mit Spenden dafür sorgen,<br />
dass die Familie Thadchanamoorthy (und andere) nicht zu Grunde geht(en)<br />
und wir müssen als Christen weiteres Unrecht vor unserer Haustür verhindern!<br />
Ich danke allen Menschen aus dem Kreis Warendorf und darüber hinaus für Ihre vielfältige Unterstützung, die zum Überleben der hilflosen 5-köpfigen Familie bis heute beigetragen haben.<br />
Gott segne Sie!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Elisabeth Wiengarten</title>
		<link>http://www.abgeschoben-waf.de/archives/220/comment-page-1#comment-163</link>
		<dc:creator>Elisabeth Wiengarten</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2007 15:08:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.abgeschoben-waf.de/2007/05/10/kirchen-fordern-anderungen-beim-bleiberecht/#comment-163</guid>
		<description>Persönliche Anmerkungen:

„Kirchen fordern gelockertes Bleiberecht&quot;
Mit großer Freude habe ich den Pressebericht gelesen. Ich freue mich sehr, dass die beiden großen deutschen Kirchen in einer gemeinsamen Presseerklärung eindeutig feststellen, dass das derzeitige Bleiberecht für geduldete Ausländer „nicht hinnehmbar&quot; ist. Genau diese beiden Worte wählt Weihbischof Voß in der Pressemeldung der Katholischen Nachrichtenagentur, die in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde.
Siehe: http://www.bistummuenster.de/index.php?menuid=&amp;myELEMENT=132579&amp;search_highlight=bleiberecht  

 
Ich freue mich, dass Weihbischof Voß und Alfred Buß, der Präses der evangelischen Landeskirche, durch die gemeinsame Erklärung christliche Werte bewusst in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt haben. Es ist für mich an der Zeit, dass dies im Zusammenhang mit Menschen, die bei uns Heimat suchen, so oft wie möglich geschieht. Meine Familie und ich, dazu zahlreiche Freunde, sind seit Oktober 2006 bis zum heutigen Tage konkret mit der Abschiebung der Familie Thadchanamoorthy aus Warendorf beschäftigt. Einzelheiten dazu sind auf dieser Seite www.abgeschoben-waf.de nachzulesen.  Gerade Weihbischof Voß, Weihbischof Ostermann und die evangelische Landesbischöfin Käßmann haben uns in unserem Handeln durch persönliche Briefe bestärkt. Bischof Lettmann tat es in einem persönlichen Gespräch. Es freut mich daher besonders, dass durch die Pressemeldung auch öffentlich dargestellt wird, wie sehr wir als Christen gefragt sind, wenn es um die Angst und Verzweiflung von Menschen geht, die bei uns Sicherheit und Heimat suchen. Wir müssen den Politikern Einhalt gebieten, die christliche Werte mehr und mehr aus unserem gesellschaftlichen Kontext verdrängen. Ich bin der Meinung, dass hier ein deutliches Wort von unseren beiden großen; deutschen Kirchen notwendig ist. Als praktizierende Christin ist mir dieser Rückhalt der Amtskirche für mein tägliches Handeln sehr wichtig. Nicht erwähnt wurde in manchen Zeitungen,  dass Weihbischof Voß und Präses Buß als für Migration zuständige Kirchenvertreter eine entsprechende Unterschriftenaktion von Caritas und Diakonie planen. Ich bitte schon jetzt um eine breite Unterstützung. Die Politiker, die diese Unterschriftenaktion mit tragen, und nur diese Politiker, verdienen den Rückhalt der großen; christlichen Kirchen. 

Ich würde mich freuen, wenn diejenigen Politiker sich dabei über Parteigrenzen solidarisieren, die christliche Werte im Zusammenhang mit Asylfragen für bedeutend erachten. Nur so kann Politikern Einhalt geboten werden, die wesentliche Faktoren bei Bleiberechtsreglungen außer Acht lassen. Ich fordere Parteimitglieder auf, besonders solche Parteimitglieder, die sich öffentlich zu christlichen Werten bekennen, in ihren Gruppierungen klare Worte zu sprechen und sich hinter die Forderungen der beiden großen; christlichen Kirchen zu stellen. 
Schon Jesus sagte: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“. Und das derzeitige Bleiberecht ist keine gute Frucht einer Demokratie mit unserer Geschichte, aus der wir gelernt haben sollten:&quot;
Noch einmal möchte ich sagen: „Danke für die klaren Worte von Weihbischof Voß und Präses Buß.“

Elisabeth Wiengarten</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Persönliche Anmerkungen:</p>
<p>„Kirchen fordern gelockertes Bleiberecht&#8221;<br />
Mit großer Freude habe ich den Pressebericht gelesen. Ich freue mich sehr, dass die beiden großen deutschen Kirchen in einer gemeinsamen Presseerklärung eindeutig feststellen, dass das derzeitige Bleiberecht für geduldete Ausländer „nicht hinnehmbar&#8221; ist. Genau diese beiden Worte wählt Weihbischof Voß in der Pressemeldung der Katholischen Nachrichtenagentur, die in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde.<br />
Siehe: <a href="http://www.bistummuenster.de/index.php?menuid=&amp;myELEMENT=132579&amp;search_highlight=bleiberecht" rel="nofollow">http://www.bistummuenster.de/index.php?menuid=&amp;myELEMENT=132579&amp;search_highlight=bleiberecht</a>  </p>
<p>Ich freue mich, dass Weihbischof Voß und Alfred Buß, der Präses der evangelischen Landeskirche, durch die gemeinsame Erklärung christliche Werte bewusst in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt haben. Es ist für mich an der Zeit, dass dies im Zusammenhang mit Menschen, die bei uns Heimat suchen, so oft wie möglich geschieht. Meine Familie und ich, dazu zahlreiche Freunde, sind seit Oktober 2006 bis zum heutigen Tage konkret mit der Abschiebung der Familie Thadchanamoorthy aus Warendorf beschäftigt. Einzelheiten dazu sind auf dieser Seite <a href="http://www.abgeschoben-waf.de" rel="nofollow">http://www.abgeschoben-waf.de</a> nachzulesen.  Gerade Weihbischof Voß, Weihbischof Ostermann und die evangelische Landesbischöfin Käßmann haben uns in unserem Handeln durch persönliche Briefe bestärkt. Bischof Lettmann tat es in einem persönlichen Gespräch. Es freut mich daher besonders, dass durch die Pressemeldung auch öffentlich dargestellt wird, wie sehr wir als Christen gefragt sind, wenn es um die Angst und Verzweiflung von Menschen geht, die bei uns Sicherheit und Heimat suchen. Wir müssen den Politikern Einhalt gebieten, die christliche Werte mehr und mehr aus unserem gesellschaftlichen Kontext verdrängen. Ich bin der Meinung, dass hier ein deutliches Wort von unseren beiden großen; deutschen Kirchen notwendig ist. Als praktizierende Christin ist mir dieser Rückhalt der Amtskirche für mein tägliches Handeln sehr wichtig. Nicht erwähnt wurde in manchen Zeitungen,  dass Weihbischof Voß und Präses Buß als für Migration zuständige Kirchenvertreter eine entsprechende Unterschriftenaktion von Caritas und Diakonie planen. Ich bitte schon jetzt um eine breite Unterstützung. Die Politiker, die diese Unterschriftenaktion mit tragen, und nur diese Politiker, verdienen den Rückhalt der großen; christlichen Kirchen. </p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn diejenigen Politiker sich dabei über Parteigrenzen solidarisieren, die christliche Werte im Zusammenhang mit Asylfragen für bedeutend erachten. Nur so kann Politikern Einhalt geboten werden, die wesentliche Faktoren bei Bleiberechtsreglungen außer Acht lassen. Ich fordere Parteimitglieder auf, besonders solche Parteimitglieder, die sich öffentlich zu christlichen Werten bekennen, in ihren Gruppierungen klare Worte zu sprechen und sich hinter die Forderungen der beiden großen; christlichen Kirchen zu stellen.<br />
Schon Jesus sagte: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“. Und das derzeitige Bleiberecht ist keine gute Frucht einer Demokratie mit unserer Geschichte, aus der wir gelernt haben sollten:&#8221;<br />
Noch einmal möchte ich sagen: „Danke für die klaren Worte von Weihbischof Voß und Präses Buß.“</p>
<p>Elisabeth Wiengarten</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Elisabeth Wiengarten</title>
		<link>http://www.abgeschoben-waf.de/archives/220/comment-page-1#comment-162</link>
		<dc:creator>Elisabeth Wiengarten</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2007 15:07:55 +0000</pubDate>
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		<description>Diözesankomitees der Katholiken


Änderungen beim Bleiberecht gefordert


Bistum. Das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster unterstützt die Unterschriften-Aktion des Caritasverbands und des Diakonischen Werks von Westfalen, die für humane Bleiberechts-Regelungen geduldeter Ausländer eintritt. Bisherige Regelungen der Innenminister müssten kritisch überprüft werden.

&quot;Nur wenige der 180 000 geduldeten Ausländer in Deutschland können die Voraussetzungen für eine Aufenthaltserlaubnis erfüllen. Das bedeutet für die Betroffenen weiterhin ständige Anträge auf Duldung und damit auch ständige Angst vor Abschiebung, obwohl viele seit über zehn Jahren hier leben und die Kinder kaum noch einen Bezug zum Heimatland ihrer Eltern haben&quot;, sagte die Vorsitzende des Diözesankomitees, Margret Pernhorst aus Lüdinghausen, auf der Vollversammlung des Diözesankomitees am Freitag (11.05.2007) im Liudgerhaus in Münster.

&quot;Unbeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt&quot;

Damit die Betroffenen eine reelle Chance hätten, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, müsste für die Suche der geforderten Arbeitsstelle die Residenzpflicht aufgehoben und ein unbeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt erlaubt werden, meinte Pernhorst. Das Diözesankomitee stehe hinter den Positionen des Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, und dem münsterschen Weihbischof Josef Voß, die die Kriterien, die Flüchtlinge erfüllen müssten, als &quot;zu eng&quot; bezeichnet haben. So sei es unvereinbar mit den Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstaats, die gesamte Familie vom Bleiberecht auszuschließen, wenn ein einzelnes Mitglied straffällig geworden sei.

Nicht hinnehmbar sei es, wenn Alte, Kranke und Behinderte sowie unbegleitete Minderjährige vom Bleiberecht ausgeschlossen würden. &quot;Die Bleiberechts-Regelungen haben ihre Tücken. Wir müssen genau hinschauen, wie die gesetzlichen Vorgaben angewandt werden&quot;, sagte Pernhorst.

Familienpolitik: Echte Wahlfreiheit gefordert

Zur Diskussion um die Finanzierung der Kinderbetreuung und den Ausbau der Krippen-Plätze sagte Pernhorst: &quot;Das Finanzierungskonzept scheint auf einem guten Weg zu sein, nicht zuletzt deshalb, weil der Bund mit Steuermehreinnahmen rechnet und bei der Finanzierung nicht gänzlich abseits stehen will.&quot; Die Position des Diözesankomitees in dieser Frage sei eindeutig: Ein Einfrieren des Kindergelds, Kürzungen des Freibetrags für Betreuung, Erziehung und Ausbildung sowie Einschnitte beim Ehegatten-Splitting dürfe es nicht geben. &quot;Es wäre ein völlig falsches Signal, familienpolitische Leistungen mit Geldern zu finanzieren, die zu Lasten von Ehe und Familie gehen.&quot;

Die Familienpolitik müsse echte Wahlfreiheit ermöglichen. Eine Bevormundung junger Eltern sei nicht hinzunehmen: &quot;Eltern, die sich bewusst für eine häusliche Betreuung ihres Kleinkindes entscheiden, dürfen ebenso wenig unter Rechtfertigungsdruck stehen wie jene, die das Kind in eine Tagesstätte geben&quot;, sagte Pernhorst.

Klima-Wandel

Das Diözesankomitee wird sich verstärkt mit den Herausforderungen des Klima-Wandels beschäftigen. Die Berichte der Vereinten Nationen seien alarmierend. &quot;Es bleibt nur noch wenig Zeit, um Maßnahmen zu ergreifen, damit der Ausstoß von Treibhausgasen tatsächlich sinkt. Angesichts der Klima-Prognosen müssen wir alle Anstrengungen unterstützen, die dem Klimaschutz dienen&quot;, sagte Pernhorst. Es sei Aufgabe der Christen, die eigene Lebensweise zu überdenken. Die Verantwortung zum ökologischen Handeln dürfe nicht auf die nächste Generation abgeschoben werden.

Text: Johannes Bernard, 11.05.2007

Das Diözesankomitee im Internet:
www.dioezesankomitee.de</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Diözesankomitees der Katholiken</p>
<p>Änderungen beim Bleiberecht gefordert</p>
<p>Bistum. Das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster unterstützt die Unterschriften-Aktion des Caritasverbands und des Diakonischen Werks von Westfalen, die für humane Bleiberechts-Regelungen geduldeter Ausländer eintritt. Bisherige Regelungen der Innenminister müssten kritisch überprüft werden.</p>
<p>&#8220;Nur wenige der 180 000 geduldeten Ausländer in Deutschland können die Voraussetzungen für eine Aufenthaltserlaubnis erfüllen. Das bedeutet für die Betroffenen weiterhin ständige Anträge auf Duldung und damit auch ständige Angst vor Abschiebung, obwohl viele seit über zehn Jahren hier leben und die Kinder kaum noch einen Bezug zum Heimatland ihrer Eltern haben&#8221;, sagte die Vorsitzende des Diözesankomitees, Margret Pernhorst aus Lüdinghausen, auf der Vollversammlung des Diözesankomitees am Freitag (11.05.2007) im Liudgerhaus in Münster.</p>
<p>&#8220;Unbeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt&#8221;</p>
<p>Damit die Betroffenen eine reelle Chance hätten, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, müsste für die Suche der geforderten Arbeitsstelle die Residenzpflicht aufgehoben und ein unbeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt erlaubt werden, meinte Pernhorst. Das Diözesankomitee stehe hinter den Positionen des Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, und dem münsterschen Weihbischof Josef Voß, die die Kriterien, die Flüchtlinge erfüllen müssten, als &#8220;zu eng&#8221; bezeichnet haben. So sei es unvereinbar mit den Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstaats, die gesamte Familie vom Bleiberecht auszuschließen, wenn ein einzelnes Mitglied straffällig geworden sei.</p>
<p>Nicht hinnehmbar sei es, wenn Alte, Kranke und Behinderte sowie unbegleitete Minderjährige vom Bleiberecht ausgeschlossen würden. &#8220;Die Bleiberechts-Regelungen haben ihre Tücken. Wir müssen genau hinschauen, wie die gesetzlichen Vorgaben angewandt werden&#8221;, sagte Pernhorst.</p>
<p>Familienpolitik: Echte Wahlfreiheit gefordert</p>
<p>Zur Diskussion um die Finanzierung der Kinderbetreuung und den Ausbau der Krippen-Plätze sagte Pernhorst: &#8220;Das Finanzierungskonzept scheint auf einem guten Weg zu sein, nicht zuletzt deshalb, weil der Bund mit Steuermehreinnahmen rechnet und bei der Finanzierung nicht gänzlich abseits stehen will.&#8221; Die Position des Diözesankomitees in dieser Frage sei eindeutig: Ein Einfrieren des Kindergelds, Kürzungen des Freibetrags für Betreuung, Erziehung und Ausbildung sowie Einschnitte beim Ehegatten-Splitting dürfe es nicht geben. &#8220;Es wäre ein völlig falsches Signal, familienpolitische Leistungen mit Geldern zu finanzieren, die zu Lasten von Ehe und Familie gehen.&#8221;</p>
<p>Die Familienpolitik müsse echte Wahlfreiheit ermöglichen. Eine Bevormundung junger Eltern sei nicht hinzunehmen: &#8220;Eltern, die sich bewusst für eine häusliche Betreuung ihres Kleinkindes entscheiden, dürfen ebenso wenig unter Rechtfertigungsdruck stehen wie jene, die das Kind in eine Tagesstätte geben&#8221;, sagte Pernhorst.</p>
<p>Klima-Wandel</p>
<p>Das Diözesankomitee wird sich verstärkt mit den Herausforderungen des Klima-Wandels beschäftigen. Die Berichte der Vereinten Nationen seien alarmierend. &#8220;Es bleibt nur noch wenig Zeit, um Maßnahmen zu ergreifen, damit der Ausstoß von Treibhausgasen tatsächlich sinkt. Angesichts der Klima-Prognosen müssen wir alle Anstrengungen unterstützen, die dem Klimaschutz dienen&#8221;, sagte Pernhorst. Es sei Aufgabe der Christen, die eigene Lebensweise zu überdenken. Die Verantwortung zum ökologischen Handeln dürfe nicht auf die nächste Generation abgeschoben werden.</p>
<p>Text: Johannes Bernard, 11.05.2007</p>
<p>Das Diözesankomitee im Internet:<br />
<a href="http://www.dioezesankomitee.de" rel="nofollow">http://www.dioezesankomitee.de</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Elisabeth Wiengarten</title>
		<link>http://www.abgeschoben-waf.de/archives/220/comment-page-1#comment-161</link>
		<dc:creator>Elisabeth Wiengarten</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2007 14:16:20 +0000</pubDate>
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		<description>„Kirchen fordern gelockertes Bleiberecht&quot;
Mit großer Freude habe ich den Pressebericht gelesen. Ich freue mich sehr, dass die beiden großen deutschen Kirchen in einer gemeinsamen Presseerklärung eindeutig feststellen, dass das derzeitige Bleiberecht für geduldete Ausländer „nicht hinnehmbar&quot; ist. Genau diese beiden Worte wählt Weihbischof Voß in der Pressemeldung der Katholischen Nachrichtenagentur, die in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde.
Siehe: http://www.bistummuenster.de/index.php?menuid=&amp;myELEMENT=132579&amp;search_highlight=bleiberecht  

 
Ich freue mich, dass Weihbischof Voß und Alfred Buß, der Präses der evangelischen Landeskirche, durch die gemeinsame Erklärung christliche Werte bewusst in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt haben. Es ist für mich an der Zeit, dass dies im Zusammenhang mit Menschen, die bei uns Heimat suchen, so oft wie möglich geschieht. Meine Familie und ich, dazu zahlreiche Freunde, sind seit Oktober 2006 bis zum heutigen Tage konkret mit der Abschiebung der Familie Thadchanamoorthy aus Warendorf beschäftigt. Einzelheiten dazu sind auf dieser Seite www.abgeschoben-waf.de nachzulesen.  Gerade Weihbischof Voß, Weihbischof Ostermann und die evangelische Landesbischöfin Käßmann haben uns in unserem Handeln durch persönliche Briefe bestärkt. Bischof Lettmann tat es in einem persönlichen Gespräch. Es freut mich daher besonders, dass durch die Pressemeldung auch öffentlich dargestellt wird, wie sehr wir als Christen gefragt sind, wenn es um die Angst und Verzweiflung von Menschen geht, die bei uns Sicherheit und Heimat suchen. Wir müssen den Politikern Einhalt gebieten, die christliche Werte mehr und mehr aus unserem gesellschaftlichen Kontext verdrängen. Ich bin der Meinung, dass hier ein deutliches Wort von unseren beiden großen; deutschen Kirchen notwendig ist. Als praktizierende Christin ist mir dieser Rückhalt der Amtskirche für mein tägliches Handeln sehr wichtig. Nicht erwähnt wurde in manchen Zeitungen,  dass Weihbischof Voß und Präses Buß als für Migration zuständige Kirchenvertreter eine entsprechende Unterschriftenaktion von Caritas und Diakonie planen. Ich bitte schon jetzt um eine breite Unterstützung. Die Politiker, die diese Unterschriftenaktion mit tragen, und nur diese Politiker, verdienen den Rückhalt der großen; christlichen Kirchen. 

Ich würde mich freuen, wenn diejenigen Politiker sich dabei über Parteigrenzen solidarisieren, die christliche Werte im Zusammenhang mit Asylfragen für bedeutend erachten. Nur so kann Politikern Einhalt geboten werden, die wesentliche Faktoren bei Bleiberechtsreglungen außer Acht lassen. Ich fordere Parteimitglieder auf, besonders solche Parteimitglieder, die sich öffentlich zu christlichen Werten bekennen, in ihren Gruppierungen klare Worte zu sprechen und sich hinter die Forderungen der beiden großen; christlichen Kirchen zu stellen. 
Schon Jesus sagte: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“. Und das derzeitige Bleiberecht ist keine gute Frucht einer Demokratie mit unserer Geschichte, aus der wir gelernt haben sollten:&quot;
Noch einmal möchte ich sagen: „Danke für die klaren Worte von Weihbischof Voß und Präses Buß.“

Elisabeth Wiengarten</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>„Kirchen fordern gelockertes Bleiberecht&#8221;<br />
Mit großer Freude habe ich den Pressebericht gelesen. Ich freue mich sehr, dass die beiden großen deutschen Kirchen in einer gemeinsamen Presseerklärung eindeutig feststellen, dass das derzeitige Bleiberecht für geduldete Ausländer „nicht hinnehmbar&#8221; ist. Genau diese beiden Worte wählt Weihbischof Voß in der Pressemeldung der Katholischen Nachrichtenagentur, die in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde.<br />
Siehe: <a href="http://www.bistummuenster.de/index.php?menuid=&amp;myELEMENT=132579&amp;search_highlight=bleiberecht" rel="nofollow">http://www.bistummuenster.de/index.php?menuid=&amp;myELEMENT=132579&amp;search_highlight=bleiberecht</a>  </p>
<p>Ich freue mich, dass Weihbischof Voß und Alfred Buß, der Präses der evangelischen Landeskirche, durch die gemeinsame Erklärung christliche Werte bewusst in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt haben. Es ist für mich an der Zeit, dass dies im Zusammenhang mit Menschen, die bei uns Heimat suchen, so oft wie möglich geschieht. Meine Familie und ich, dazu zahlreiche Freunde, sind seit Oktober 2006 bis zum heutigen Tage konkret mit der Abschiebung der Familie Thadchanamoorthy aus Warendorf beschäftigt. Einzelheiten dazu sind auf dieser Seite <a href="http://www.abgeschoben-waf.de" rel="nofollow">http://www.abgeschoben-waf.de</a> nachzulesen.  Gerade Weihbischof Voß, Weihbischof Ostermann und die evangelische Landesbischöfin Käßmann haben uns in unserem Handeln durch persönliche Briefe bestärkt. Bischof Lettmann tat es in einem persönlichen Gespräch. Es freut mich daher besonders, dass durch die Pressemeldung auch öffentlich dargestellt wird, wie sehr wir als Christen gefragt sind, wenn es um die Angst und Verzweiflung von Menschen geht, die bei uns Sicherheit und Heimat suchen. Wir müssen den Politikern Einhalt gebieten, die christliche Werte mehr und mehr aus unserem gesellschaftlichen Kontext verdrängen. Ich bin der Meinung, dass hier ein deutliches Wort von unseren beiden großen; deutschen Kirchen notwendig ist. Als praktizierende Christin ist mir dieser Rückhalt der Amtskirche für mein tägliches Handeln sehr wichtig. Nicht erwähnt wurde in manchen Zeitungen,  dass Weihbischof Voß und Präses Buß als für Migration zuständige Kirchenvertreter eine entsprechende Unterschriftenaktion von Caritas und Diakonie planen. Ich bitte schon jetzt um eine breite Unterstützung. Die Politiker, die diese Unterschriftenaktion mit tragen, und nur diese Politiker, verdienen den Rückhalt der großen; christlichen Kirchen. </p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn diejenigen Politiker sich dabei über Parteigrenzen solidarisieren, die christliche Werte im Zusammenhang mit Asylfragen für bedeutend erachten. Nur so kann Politikern Einhalt geboten werden, die wesentliche Faktoren bei Bleiberechtsreglungen außer Acht lassen. Ich fordere Parteimitglieder auf, besonders solche Parteimitglieder, die sich öffentlich zu christlichen Werten bekennen, in ihren Gruppierungen klare Worte zu sprechen und sich hinter die Forderungen der beiden großen; christlichen Kirchen zu stellen.<br />
Schon Jesus sagte: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“. Und das derzeitige Bleiberecht ist keine gute Frucht einer Demokratie mit unserer Geschichte, aus der wir gelernt haben sollten:&#8221;<br />
Noch einmal möchte ich sagen: „Danke für die klaren Worte von Weihbischof Voß und Präses Buß.“</p>
<p>Elisabeth Wiengarten</p>
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