„Allein auf der Flucht – Wie ein tamilischer Junge nach Deutschland kam” Autorenlesung am 15. Juni 2007
In Kooperation von amnesty Warendorf, der VHS Warendorf und der Buchhandlung Ebbeke für den 15. Juni 2007 um 20 Uhr eine Autorenlesung geplant. Umeswaran Arunagirinathan wird aus seinem Buch „Allein auf der Flucht – Wie ein tamilischer Junge nach Deutschland kam” lesen.
Es ist die bewegende Geschichte eines Jungen, der sich nur eines wünscht: in Frieden zu leben. Aufgewachsen im Bürgerkriegsgebiet auf Sri Lanka, gelingt es seiner Mutter, ihm im Alter von 12 Jahren mit Hilfe von Schleppern die Flucht zu ermöglichen. Sein in Deutschland lebender Onkel will ihn aufnehmen. Allein reist er zunächst nach Singapur.
Was folgt, ist eine Odyssee, die ihn erst über viele Umwege zum Ziel führen wird. Landeskundliche Aspekte spielen neben lebhaften und bisweilen sehr persönlichen Situationsschilderungen eine große Rolle in dem Roman, der bei aller Tragik des Geschilderten auch amüsante Episoden beinhaltet.
Frei von Selbstmitleid oder einseitigen Schuldzuweisungen beschreibt Arunagirinathan seine ersten Lebensjahre im Nordosten Sri Lankas: „ Zu meinen frühen Kindheitserinnerungen gehören Gespräche darüber, wie man das Land am besten verlassen und wohin man flüchten könnte. Meine Heimat, mein Zuhause, war nicht sicher“, heißt es in dem Roman über Sri Lanka, wo seit mehr als zwei Jahrzehnten blutige Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen und Tamilen beinahe täglich Menschen das Leben kosten: „ Man war immer in Lebensgefahr,. Die meisten Menschen wollten nur weg.“ Gerade in diesen Tagen gibt es auf der Sonneninsel mehrere hunderttausend Binnenflüchtlinge. Passend zum empfohlenen Abschiebestopp nach Sri Lanka durch das Innenministerium des Bundes in dieser Woche hoffen die Organisatoren, dass sie mit der Veranstaltung auf großes Interesse stoßen.
Veranstaltungsort ist die Aula der VHS an der Freckenhorster Straße 35 im „Alten Lau“. Der Eintritt beträgt 3,– Euro, ermäßigt für Schüler, Studenten usw. 2,– Euro.
Am 10. Mai 2007 um 08:24 Uhr
Buchbesprechung
amnesty journal März 2007
Umeswaran Arunagirinathan : Allein auf der Flucht – Wie ein tamilischer Junge nach Deutschland kam. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2006, 140 S., 12,50 Euro
“Allein auf der Flucht”
Flucht aus dem Paradies
Ein Roman schildert, wie ein Zwölfjähriger aus Sri Lanka nach Deutschland flüchtete.
Von Katja Köhne
Es ist keine alltägliche Geschichte: Eine Mutter schickt ihr minderjähriges Kind Tausende von Kilometer weit in die Ferne, um sein Leben zu schützen. Für viele Kinderflüchtlinge, vor allem aus Kriegsgebieten, ist es Realität. Stellvertretend für sie erzählt Umeswaran Arunagirinathan in seinem autobiographischen Roman »Allein auf der Flucht – Wie ein tamilischer Junge nach Deutschland kam«, wie der Bürgerkrieg auf Sri Lanka sein Leben beeinflusst hat.
Als Zwölfjähriger verlässt er seine Heimat in Richtung Europa, wo er schließlich nach einer Odyssee über Stationen in Asien und Afrika am Flughafen in Frankfurt/Main ankommt. Von nun an plagt ihn nicht nur die Angst um seine Eltern, die er zurücklassen musste, sondern auch die Angst um seinen Aufenthaltsstatus. Eindringlich schildert Umeswaran Arunagirinathan, der heute in Lübeck lebt und dort Medizin studiert, die Hintergründe und Stationen seiner Flucht, aber auch die Situation von Kinderflüchtlingen und jungen Ausländern in Deutschland.
Landeskundliche Aspekte spielen neben lebhaften und bisweilen sehr persönlichen Situationsschilderungen eine große Rolle in dem Roman, der bei aller Tragik des Geschilderten auch amüsante Episoden beinhaltet. Während eines erzwungenen Aufenthalts in einem togolesischen Schlepperlager vergnügt sich der Flüchtlingsjunge beispielsweise damit, afrikanischen Marktfrauen indische Tempeltänze vorzuführen.
Frei von Selbstmitleid oder einseitigen Schuldzuweisungen beschreibt Arunagirinathan seine ersten Lebensjahre im Nordosten Sri Lankas: »Zu meinen frühen Kindheitserinnerungen gehören Gespräche darüber, wie man das Land am besten verlassen und wohin man flüchten könnte. Meine Heimat, mein Zuhause, war nicht sicher«, heißt es in dem Roman über Sri Lanka, wo seit mehr als zwei Jahrzehnten blutige Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen und Tamilen beinahe täglich Menschen das Leben kosten: »Man war immer in Lebensgefahr. Die meisten Menschen wollten nur weg.«
Dass Information notwendig ist, steht außer Zweifel: Der Bürgerkrieg in Sri Lanka spielt sich weitgehend unbemerkt von den Medien ab. Erst als der Tsunami auch auf Sri Lanka zu großflächigen Verheerungen führte, stand das Land kurzfristig im Fokus der Weltöffentlichkeit.
An der Lage der rund 300.000 Binnenflüchtlinge, die wegen der andauernden Kampfhandlungen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Separatisten seit Jahren in provisorischen Flüchtlingscamps leben, hat sich trotz der Spenden nichts geändert. Im Rahmen der noch bis März 2007 laufenden Kampagne »Waiting to go home – The plight of the internally displaced«, weist amnesty international auf ihre unzumutbaren Lebensbedingungen hin.
Als Mitglied der ai-Hochschulgruppe Lübeck lässt Umeswaran Arunagirinathan keine Gelegenheit aus, sich für die Menschenrechte in seinem Heimatland zu engagieren.
Wer Interesse an Kampagnenmaterial oder einer Lesung mit Umeswaran Arunagirinathan hat, kann Kontakt zur Sri Lanka-Koordinatorin der deutschen ai-Sektion aufnehmen: katja.koehne@web.de
Am 10. Mai 2007 um 22:13 Uhr
Wer etwas mehr über den Autor erfahren möchte, der sollte sich einmal hier informieren und auch die Seiten des Projektes ansehen, indem er die Startseite dort anklickt:
http://www.hh.schule.de/gsm/inf13/Umes/Umes.html
Ehh, Du möchtest mich kennenlernen, dann lese das doch mal!
Ich heiße Umeswaran Arunagirinathan, aber man nennt mich ganz einfach Umes.
Ich bin am 16. März 1978 in Sri Lanka geboren. Ah ja, ich bin 1,74 m groß. Ich lebe seit 7 Jahren in Hamburg. Zur Zeit besuche ich die Gesamtschule Mümmelmannsberg (13.Klasse). An meiner Schule bin ich Schulsprecher und in Hamburg bin ich im Vorstand der SchülerInnenkammer. In meiner Freizeit setze ich mich für die Rechte der SchülerInnen ein. Und ich liebe meine Freunde, denn sie gehören zu meinem Leben. Gewalt ist für mich fremd und ich versuche möglichst freundlich zu den Menschen zu sein. Bisher hat es immer geklappt. In Hamburg habe ich schon 4 mal am “Hanse-Marathon” teilgenommen. In meiner Freizeit tanze ich sehr gerne, besonders auf die Lieder von Michael Jackson. Arbeiten darf ich leider nicht, ich würde sonst gerne als Tänzer arbeiten. Noch was, nach dem Abitur möchte ich gerne Medizin studieren. Aber leider darf ich nur bis zum Abitur in Deutschland bleiben, weil ich danach nach Sri Lanka abgeschoben werde. Ich versuche hier zu bleiben und ich hoffe, daß Du mir die Daumen drückst.
Am 10. Mai 2007 um 22:20 Uhr
Hallo – auch diese Seite lohnt sich mal anzuschauen!
http://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=21987
Umes sagt hier, warum er in Lübeck studiert:
…weil ich hier mit offenen Armen empfangen wurde….!
Am 30. Mai 2007 um 20:18 Uhr
Hallo Lisa Wiengarten !
Ich war leider vom internet abgeschnitten : Monitor kaputt.
Danke für die Nachricht.
Hast Du was dagegen, wenn ich diese Seite
an Dr. Gericke weiterschicke ?
Ich denke, er sollte das lesen.
Wann treffen wir uns im Coco Loco ?
Bring Nina mit ! Und Deinen Mann nicht vergessen !
Gruß
Klaus