Pressemitteilung zur Vereinsgründung
Kreis Warendorf. „Wir haben in den letzten Wochen sehr viel Angst gespürt. Wir haben, viele Menschen, die bei uns Asyl suchen näher kennen gelernt und viel über ihr Schicksal erfahren“. Bettina Sander, Rudolf Strecker, Nina und Elisabeth Wiengarten könnten stundenlang erzählen, wenn sie die letzten Monate Revue passieren lassen.
Nina Wiengarten hat dabei noch intensiver als die anderen die Abschiebung der Familie Thadchanamoorthy vor Augen, die aktuell immer noch in Sri Lanka um ihr Leben fürchten muss. „Hinter dem Schicksal von Asylbewerbern verbergen sich häufig Gefühle der Hilflosigkeit, Einsamkeit, Heimweh und Hoffnungslosigkeit. Der Alltag der Flüchtlinge in Deutschland ist geprägt von Unsicherheit und Angst. Es ist eine Angst vor der ungewissen Zukunft, vor einer Zurückweisung in das Elend der Verfolgung, des Hungers und des Krieges, dem sie eben entkommen sind“, so Elisabeth Wiengarten. „Wir wollen helfen, dass solche Schicksale deutlicher werden“, unterstützt Bettina Sander die Anliegen der Menschen, die sie in den letzten Wochen kennenlernte.
Genau in diesen letzten Wochen wurde im Kreis Warendorf viel über die Situation von Asylbewerbern und Migranten gesprochen. In Warendorf selbst und anderen örtlich nahe gelegenen Kommunen gibt es keinen Verein, der sich mit dieser Thematik vorrangig beschäftigt. Aus diesem Grunde haben sich einige Menschen zusammengefunden, die sich Gedanken über eine Vereinsgründung machen. Dabei ist es für die Organisatoren wichtig, dass sie christliches und humanitäres Handeln in den Vordergrund stellen.
Zu einem ersten Treffen am 30. Mai 2007 um 20 Uhr im Hotel Restaurant „Zum Engel“, Warendorf, sind alle Interessierten aus Warendorf, Sassenberg, Beelen, Westkirchen, Everswinkel usw. eingeladen. Wichtig ist für dieses Treffen, dass auch diejenigen eingeladen sind, die sich grundsätzlich über diese Thematik informieren möchten, aber nicht unbedingt Vereinsmitglied werden möchten. Wichtig ist den Organisatoren, dass allen Interessierten auch die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen gegeben wird und eine Vernetzung möglich ist.
Als Referent steht Pastoralreferent Arnold Michels aus Telgte zur Verfügung, der Vorsitzender von Z.I.B. Zusammen ist besser-Verein für Völkerverständigung, Telgte e.V. ist. Er wird über das Entstehen von Z.I.B. berichten und die Aufgaben des Vereins. Es wird ausreichend Gelegenheit sein, Herrn Michels Fragen zu stellen. Wer im Vorfeld noch Fragen hat oder Interesse an einer Vereinsgründung und am 30. Mai verhindert ist kann sich an Bettina Sander, Telefon 02586/272, Rudolf Strecker, Telefon 02586/9500 oder Elisabeth und Nina Wiengarten, Telefon 02586/970034 wenden.
Foto – Familie Thadchanamoorthy geht es immer noch schlecht. In Sri Lanka herrscht Bürgerkrieg. 465 000 Menschen sind innerländisch auf der Flucht. Von einer ruhigen Straße im Zentrum von Warendorf sind die Kinder in ein Bürgerkriegsgebiet verfrachtet worden. Bomben schlagen nah der Unterkunft ein, Menschen werden erschossen. Die Kinder, die hier geboren wurden, erleben einen Horrorfilm des wahren Lebens.