Neue Nachrichten aus Sri Lanka vom 5. Februar 2008
Dienstag, 5. Februar 2008, 17.35 h Zwischenfälle auf Land und Wasser dominieren die Nachrichten
Die srilankische Marine meldet für Montag, 18.30 bis 19.30 h einen Zwischenfall mit einer indischen Fischerflotte bestehend aus 400 Booten. Aus dieser Menge heraus seien zwei Marineboote auf Patrouille beschossen worden, als sie die Flotte vor Talaimannar, nordwestlich der Kleinstadt Mannar, vertreiben wollte. Nach letzten Meldungen ist ein Dvora Kampfboot mit einer Besatzung von 7 Mann seither vermisst. (il, SLA, TN, CP)
Die srilankische Luftwaffe hat heute zwei Luftschläge ausgeführt. Der erste traf um 10.15 h angeblich ein administratives Zentrum der LTTE in Keevelikulam bei Puthukudiyiruppu, nördlich von Mullaithivu. (SLA) Der zweite Angriff soll um 15.25 h eine administratives und logistisches Zentrum der LTTE in Karadiyabokku Junction nördlich von Kilinochchi getroffen haben. (SLA) Laut Rebellen soll aber ein Hotel, in welchem UNO-Angestellte wohnen und ein Komplex, der mit UNO-Hilfe aufgebaut wurde getroffen worden sein. Die Fliegergranaten hätten nur 100 m vom UNICEF Büro entfernt eingeschlagen. Es seien 2 Zivilisten getötet und zwei verletzt worden. (TN)
Die Opferzahl des Anschlages auf einen Bus bei Padaviya von gestern ist heute auf 14 Tote gestiegen: 4 Soldaten und 10 Zivilisten. Zudem starb gestern in Buttala mindestens ein weiterer Soldat. (il, TN, BBC) Die Opferzahl des Anschlages vom Sonntag in Colombo stieg auf 14 Tote plus 103 Verletzte. Unter den Toten sind auch ein Baseball Coach und 7 Studenten von seiner Mannschaft. (il)
Am Montag seien bei Gefechten entlang der Südfront von Mannar bis Kokkutuduwai 22 Rebellen und 3 Soldaten gestorben. Kommentar: Diese Zahl ist aber der Armeepropaganda entsprungen – ich schätze die tatsächliche Opferzahl auf 10-20 % der angegebenen getöteten Rebellen. (SLA, il, reuters)