Mindestens zehn Tote bei Anschlag in Colombo

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Explosion erschüttert Sri Lankas Hauptstadt

Bei einem Bombenanschlag im Zentrum von Sri Lankas Hauptstadt Colombo sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Die meisten von ihnen sind Polizisten. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe des Hilton-Hotels auf einer belebten Straße, die zu den Büros des Präsidenten führt und deshalb als Hochsicherheitsbereich gilt. Nach Angaben eines Armeesprechers raste ein Selbstmordattentäter mit einem Motorrad auf einen Polizeibus zu und rammte ihn. Dabei detonierte offenbar ein auf dem Motorrad befestigter Sprengsatz. Bei der Explosion wurden mindestens 90 Menschen verletzt. 60 von ihnen sollen Zivilisten sein.

Armee macht Tamilen-Rebellen verantwortlich

Armeesprecher General Udaya Nanayakkara machte die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für die Tat verantwortlich. Die Regierung hatte Mitte Januar einen Waffenstillstandsvertrag mit den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) aufgekündigt, weil dieser immer öfter gebrochen worden war. Die Armee versucht seitdem, die Tamilen-Rebellen militärisch zu vernichten. So griff die Luftwaffe am frühen Morgen im Norden des Landes wieder vermutete Stellungen der LTTE an. Bei Kämpfen seien gestern zudem 27 Rebellen und zwei Soldaten getötet worden, hieß es. Eine Bestätigung für die Angaben gab es aber nicht.

Die LTTE-Rebellen kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit im Norden der Insel. Die singhalesisch dominierte Regierung in Colombo will einen eigenen Tamilen-Staat unbedingt verhindern. In dem blutigen Bürgerkrieg sind bisher rund 70.000 Menschen ums Leben gekommen.

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