Eskalierender Konflikt zwingt erneut Tausende zur Flucht
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UNHCR ist sehr besorgt über die Sicherheit von Tausenden Familien, die derzeit vor heftigen Kämpfen im Norden Sri Lankas fliehen.
Dort war zuletzt der Konflikt zwischen Regierungstruppen und den paramilitärischen Tamil Tigers (LTTE) erneut eskaliert.
Vor diesem Hintergrund ruft UNHCR beide Seiten dazu auf, umgehend Schritte zum Schutz der Betroffenen einzuleiten. So soll allen, die sich in Sicherheit bringen wollen, uneingeschränkte Bewegungsfreiheit gewährt werden. Ebenso soll sichergestellt werden, dass die Binnenvertriebenen weder Zielscheibe militärischer Angriffe werden, noch in der Nähe von militärischen Zielen untergebracht sind.
Erschwerter Zugang für Helfer
Ein zusätzliches Problem ist die gefährliche Knappheit der Vorräte an Lebensmitteln, Unterbringungsmaterialien, Wasser, Hygieneartikeln und Treibstoff für den Transport von Zivilisten. Bemühungen seitens internationaler humanitärer Organisationen, diese Vorräte wieder aufzufüllen, werden durch strenge Transportbeschränkungen für die Region behindert. UNHCR ruft die Behörden dazu auf, die ungehinderte Einfuhr von lebenswichtigen Vorräten umgehend zu ermöglichen.
Zivilisten fliehen aus den nördlichen Teilen von Manthai West in Mannar und dem Raum Mulankavil in Kilinochchi. Ihr Ziel ist das weiter nördlich gelegene Poonagary und Zentral-Karachchi, ebenfalls im Bezirk Kilinochchi. Bereits im Juli gab es Bevölkerungsbewegungen im Bezirk Kilinochchi, als sich die Menschen von Manthai East und Thunukkai auf den Weg in Gebiete wie Karachchi und Oddusudan machten.
Noch immer gibt es keine genauen Zahlen. Berichten zufolge sollen jedoch mehr als 12.000 Familien alleine im Juli entwurzelt worden sein. Viele von ihnen mussten aufgrund der Frontverlagerung mehrfach fliehen, um Kreuzfeuer zu meiden und außerhalb der Schusslinie zu bleiben. Wegen Sicherheitsbedenken haben die Vereinten Nationen derzeit keinen Zugang zu der Mehrheit der 10.000 binnenvertriebenen Familien in Karachchi südlich und westlich von Akaryan.
Aufnahmekapazitäten werden immer knapper
Die vertriebenen Familien werden in verschiedenen Bereichen in den Bezirken Kilinochchi und Mullaitivu untergebracht; die Mehrheit von ihnen im Freien. Von einigen Gebieten wird berichtet, dass die Aufnahmekapazitäten bereits erschöpft sind. Vier Orte, die ursprünglich für Notfälle geräumt worden waren, können jetzt nicht mehr genutzt werden, da die militärischen Auseinandersetzungen näher rücken. UNHCR, örtliche Behörden und andere Organisationen, die in den betroffenen Gebieten arbeiten, sind auf der Suche nach Ausweichmöglichkeiten, an denen die Vertriebenen untergebracht werden können. UNHCR und seine Partner verteilen Nothilfepakete und Planen – in Kooperation mit Regierungsbehörden und anderen Organisationen.
UNHCR ruft alle Beteiligten dazu auf, humanitäre Hilfe für die betroffene Bevölkerung zuzulassen, damit rechtzeitig die dringend benötigte Unterstützung auf Grundlage humanitären Völkerrechts gewährt werden kann.