Kampagne gegen das Sterben an den EU-Außengrenzen

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Kampagne gegen das Sterben an den EU-Außengrenzen stößt in Europa auf breite Resonanz

Die von PRO ASYL initiierte Kampagne “Stoppt das Sterben!” findet europaweite Resonanz. Nichtregierungsorganisationen aus mehreren europäischen Staaten haben den Aufruf unterzeichnet.

Gemeinsam mit den erstunterzeichnenden Organisationen und Einzelpersonen rufen sie die europäischen Bürgerinnen und Bürger auf, zu menschenrechtswidrigen Einsätzen der EU-Grenzschutzagentur FRONTEX und der illegalen Zurückdrängung von Flüchtlingen nicht länger zu schweigen.

Die Nichtregierungsorganisationen aus den Anrainerstaaten des Mittelmeers sind mit der Realität an der maritimen EU-Außengrenze ständig konfrontiert. An ihren Küsten werden viele der Ertrunkenen angeschwemmt. Ca. 2.500 Tote in den Gewässern vor Sizilien, etwa 4.000 in der Meerenge von Gibraltar und in den Gewässern vor den Kanaren, ca. 900 in der Ägäis* – die gesamte EU trägt Verantwortung für das, was die Grenzschutzbehörden der Mitgliedsstaaten und FRONTEX an den Außengrenzen tun oder unterlassen.

PRO ASYL wird den Aufruf gemeinsam mit anderen Menschenrechtsorganisationen zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2008 dem Europäischen Parlament übergeben. Unterzeichnet haben in anderen EU-Staaten bereits jetzt folgende Organisationen:

FRANKREICH: Cimade

GRIECHENLAND: Commitee of Solidarity to Refugees Chios – Lathra

GROSSBRITANNIEN: Scottish Refugee Council

ITALIEN: Italienischer Flüchtlingsrat, CIR

NIEDERLANDE: Vluchtelingenwerk

ÖSTERREICH: asylkoordination österreich

ÖSTERREICH: Diakonie Flüchtlingsdienst

RUMÄNIEN: Romanian National Council for Refugees

SCHWEIZ: Schweizerische Flüchtlingshilfe

SPANIEN: Dpto. Acción Social – RESCATE

SPANIEN: Comisión Española de Ayuda al Refugiado, CEAR

TSCHECHIEN: Organization for Aid to Refugees, OPU

gez. Günter Burkhardt, Geschäftsführer

* Auszüge aus Erhebungen von Fortress Europe für den Zeitraum von 1988 bis 2007

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