Sri Lanka kündigt zweitägige Feuerpause an
In Sri Lanka hat die Regierung eine zweitägige Feuerpause im Kampf gegen die separatistischen Tamilen angekündigt. Sie soll den Zehntausenden Zivilisten, die von den Rebellen in einer Schutzzone festgehalten werden, die Möglichkeit geben, sich in Sicherheit zu bringen. [...]
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Am 17. April 2009 um 08:17 Uhr
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Zivilisten sollen aus Rebellengebiet flüchten
Sri Lanka kündigt zweitägige Feuerpause an
Die srilankische Regierung will ihre Offensive gegen tamilische Rebellen für zwei Tage aussetzen. Damit solle Zehntausenden in der Kampfregion eingeschlossenen Zivilpersonen die Flucht ermöglicht werden, hieß es in einer Erklärung von Präsident Mahinda Rajapakse. Nach UN-Angaben halten sich rund 100.000 Zivilisten in den Kampfgebieten im Nordosten des Landes auf.
Inkrafttreten soll die Waffenruhe am Montag und Dienstag, dem Neujahrsfest der beiden größten Bevölkerungsgruppen Sri Lankas, den Singhalesen und Tamilen. Von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) gab es bisher keine Stellungnahme. In London demonstrierten am Samstag rund 100.000 Menschen für einen Waffenstillstand in Sri Lanka.
Rebellen weitgehend zurückgedrängt
Angesichts der jüngsten Militäroperation haben die LTTE in den vergangenen Monaten große Teile ihres Herrschaftsgebietes im Norden der Insel aufgeben müssen. Sie sind auf einen Küstenstreifen zurückgedrängt, in dem auch zahlreiche Zivilpersonen eingeschlossen sind.
Offenbar Kriegsverbrechen auf beiden Seiten
[Bildunterschrift: Die singhalesische Armee hat die Rebellen im Nordosten der Insel umzingelt. ]
Die Vereinten Nationen gehen Hinweisen nach, die auf Kriegsverbrechen sowohl von Regierungstruppen als auch von Tamilen-Rebellen hindeuten. Die Regierung soll wiederholt Gebiete im Nordosten beschossen haben, die als Schutzzonen für Zivilisten ausgewiesen waren. Umgekehrt sollen Rebellen die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbraucht und Menschen bei Fluchtversuchen erschossen haben. Die Rebellen kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat der Tamilen. Der Konflikt hat schon mehr als 70.000 Menschen das Leben gekostet