EU fordert Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen

Bürgerkrieg in Sri Lanka
EU fordert Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen

Die EU fordert eine unabhängige Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen in Sri Lanka. Mit Blick auf die schweren Kämpfe der vergangenen Monate mahnten die Außenminister der 27 EU-Staaten in einer gemeinsamen Erklärung: “Alle Konfliktparteien müssen ihre Verpflichtungen gemäß dem internationalen Völkerrecht und Menschenrecht einhalten. Die EU fordert eine unabhängige Untersuchung angeblicher Verstöße gegen diese Rechtsgrundsätze.” Die Verantwortlichen müssten zur Verantwortung gezogen werden, heißt es in der Erklärung.die mit Stacheldraht eingezäunt und de facto Internierungslager sind.  “Zivilisten aus dem Konfliktgebiet evakuieren”

Die EU rief die Regierung Sri Lankas auf, internationalen Hilfsorganisationen vollen Zugang zur Zivilbevölkerung im Konfliktgebiet im Norden des Landes zu gewähren und die Evakuierung der Menschen zu ermöglichen. In Sri Lanka kämpfen tamilische Rebellen seit einem Vierteljahrhundert für die Unabhängigkeit ihres Siedlungsgebiets im Nordosten der Insel.

http://www.tagesschau.de/srilankaeu104.html

2 Reaktionen zu “EU fordert Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen”

  1. Team von Abgeschoben-waf

    von
    http://www.landes-zeitung.de/portal/startseite_Rintelner-Schule-in-Sri-Lanka-von-den-Regierungstruppen-zerb-_arid,113180.html
    Rinteln

    Rintelner Schule in Sri Lanka von den Regierungstruppen zerbombt?
    Rinteln (wm). 50 Cent hat jeder Einwohner von Rinteln für den Wiederaufbau einer Schule in Vathirayan im Nordosten Sri Lankas nach der Flutkatastrophe im Dezember 2004 gespendet, insgesamt 14 505 Euro. Dazu kamen Spenden für Schulbücher und Lernmaterial von engagierten Rintelnern – im April 2006 ist die Schule eröffnet worden. drucken
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    Der gebürtige Tamile Kanagaraja aus Strücken, der diese Hilfsaktion im Wesentlichen in Gang gebracht hat und seit 25 Jahren hier zu Hause ist, befürchtet nach den Kämpfen zwischen den Tamilen-Rebellen und Regierungstruppen rund um Vathirayan, dass die Schule vollkommen zerstört worden ist. In der Schule sind zuletzt fünf Klassen mit 150 Schülern im Alter zwischen fünf und elf Jahren unterrichten worden. Nach seinen Informationen hätten die Regierungstruppen in diesem Gebiet alle Schulen und Krankenhäuser systematisch bombardiert.

    Zurzeit habe man keinen Kontakt mehr mit der Schule. Vorige Woche hätten Bekannte in London noch mit Ärzten in der Kriegsregion telefonieren können. Doch wie es im Moment dort aussehe, wisse er nicht, er befürchte das Schlimmste.

    Kanagaraja versucht schon seit Wochen mit anderen Tamilen, soweit es in seiner Möglichkeit liegt, auf die humanitäre Katastrophe in seinem Heimatland nach dem Ende der Kämpfe aufmerksam zu machen. Unter anderem hat er ein Gespräch mit dem heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy geführt. Er teilt die Einschätzung Kanagarajas, die Regierungstruppen seien „mit großer Brutalität vorgegangen“. Edathy betonte am Montag in einem Telefongespräch, auch die Bundesregierung bemühe sich, dass die humanitäre Hilfe für das Tamilengebiet anlaufen könne.

    Kanagaraja ist besonders verzweifelt darüber, dass dieser Konflikt in den bundesdeutschen Medien so gut wie nicht zur Kenntnis genommen werde, obwohl vor allem die Zivilbevölkerung Opfer der Kämpfe geworden sei, Menschen „die regelrecht als Schutzschilder missbraucht worden sind“.

    Kanagaraja bezweifelt auch die offizielle Erklärung der Regierung Sri Lankas, die Zivilbevölkerung sei rechtzeitig aus dem Kriegsgebiet evakuiert, die Flüchtlinge in Lagern untergebracht und gut versorgt worden.

    Er habe ein Video eines Journalisten gesehen, aufgenommen mit versteckter Kamera, das katastrophale Zustände in einem Flüchtlingslager zeige. Eine unabhängige Berichterstattung gebe es nach wie vor nicht, wie man auch im Internet feststellen könne, da die Regierung Journalisten und Beobachtern den Zugang in das ehemalige Kampfgebiet an der Nordostküste der Insel verweigert.
    Artikel vom 18.05.2009 – 11.27 Uhr

  2. Team von Abgeschoben-waf

    http://www.presseportal.de/pm/67602/1408636/caritas_international:

    Sri Lanka: Caritas verurteilt Missachtung der Menschenrechte
    Unmenschliche Behandlung der Flüchtlinge – “Lager wie Gefängnisse unter freiem Himmel”<:

    Freiburg (ots) – Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, verurteilt die Behandlung der Flüchtlinge durch die Regierung von Sri Lanka. Die Zustände in den Lagern in der Region Vavuniya, wo rund 180.000 Vertriebene Zuflucht gesucht haben, sind nach Erkenntnissen des katholischen Hilfswerks besorgniserregend. Die Menschen werden vom Militär überwacht und können die Lager nicht verlassen. Jeglicher Kontakt nach Außen ist den Vertriebenen untersagt. Hilfsorganisationen wie Caritas haben nur eingeschränkt Möglichkeit, die Menschen dort zu betreuen. Insgesamt sind in Sri Lanka derzeit bis zu 250.000 Frauen, Männer und Kinder in Flüchtlingslagern dringend auf Hilfe angewiesen.

    Caritas-Mitarbeiter sprechen angesichts der verheerenden Zustände in Vavuniya von “Gefängnissen unter freiem Himmel”. Oliver Müller, Leiter von Caritas international, verurteilt die gravierende Missachtung der Menschenrechte: “Die Zustände in den Flüchtlingslagern sind unmenschlich. Wir fordern eine Entmilitarisierung der Camps und schnelle Rückführung der Vertriebenen in ihre Heimatdörfer.”

    Caritas Sri Lanka ist mit seinen Mitarbeitern auch in den schon länger bestehenden Lagern in Jaffna, Trincomalee und Mannar tätig. Dort kann die Caritas Sri Lanka derzeit rund 33.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgen. Anders als in Vavuniya ist dort auch der Kontakt zu den Flüchtlingen weitgehend uneingeschränkt möglich. Für die Versorgung dieser Menschen hat Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, 190.000 Euro zur Verfügung gestellt. Caritas ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, denen Zugang zu den Lagern gewährt wird.

    Sri Lanka: Caritas verurteilt Missachtung der Menschenrechte
    Unmenschliche Behandlung der Flüchtlinge – “Lager wie Gefängnisse unter freiem Himmel”
    Freiburg (ots) – Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, verurteilt die Behandlung der Flüchtlinge durch die Regierung von Sri Lanka. Die Zustände in den Lagern in der Region Vavuniya, wo rund 180.000 Vertriebene Zuflucht gesucht haben, sind nach Erkenntnissen des katholischen Hilfswerks besorgniserregend. Die Menschen werden vom Militär überwacht und können die Lager nicht verlassen. Jeglicher Kontakt nach Außen ist den Vertriebenen untersagt. Hilfsorganisationen wie Caritas haben nur eingeschränkt Möglichkeit, die Menschen dort zu betreuen. Insgesamt sind in Sri Lanka derzeit bis zu 250.000 Frauen, Männer und Kinder in Flüchtlingslagern dringend auf Hilfe angewiesen.

    Caritas-Mitarbeiter sprechen angesichts der verheerenden Zustände in Vavuniya von “Gefängnissen unter freiem Himmel”. Oliver Müller, Leiter von Caritas international, verurteilt die gravierende Missachtung der Menschenrechte: “Die Zustände in den Flüchtlingslagern sind unmenschlich. Wir fordern eine Entmilitarisierung der Camps und schnelle Rückführung der Vertriebenen in ihre Heimatdörfer.”

    Caritas Sri Lanka ist mit seinen Mitarbeitern auch in den schon länger bestehenden Lagern in Jaffna, Trincomalee und Mannar tätig. Dort kann die Caritas Sri Lanka derzeit rund 33.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgen. Anders als in Vavuniya ist dort auch der Kontakt zu den Flüchtlingen weitgehend uneingeschränkt möglich. Für die Versorgung dieser Menschen hat Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, 190.000 Euro zur Verfügung gestellt. Caritas ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, denen Zugang zu den Lagern gewährt wird.

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