Leserbrief der Geschwister Linnenbrink aus Beckum zum Interview mit Dr. Gericke
Mit Erstaunen lasen wir heute in der Zeitung, wie „bedrückend“ die kleine Demonstration gegen die Abschiebung der Familie Thadchanamoorthy für unseren Landrat Dr. Gericke gewesen sein soll. Wie er schreibt, sah er sich hasserfüllten Menschen gegenüber, die seine Argumente nicht gelten ließen. Diese viel zu kleine Demonstration bestand aus Menschen, die sich völlig uneigennützig für das Leben armer Menschen und vor allem kleiner Kinder einsetzen wollten. Wir waren dabei und haben von Hass nichts gespürt, wohl aber von tiefer Besorgnis. Daß das auch mal lautstark gesagt werden musste, gehört zur Demonstration. Der Landrat hätte wahrlich keinen Polizeischutz gebraucht! Wir haben dabei nicht auf Argumente gewartet, die waren uns längst bekannt. Das Mindeste von Seiten der Verantwortlichen wäre eine Entschuldigung gewesen für die Art der Abschiebung. Wo gibt es das, dass man Kinder gewaltsam mit der Polizei. von der Mutter trennt, die nicht einmal weiß, was mit ihnen geschieht Alle Mütter im Kreis Warendorf hätten hier protestieren müssen. Das war unmenschlich und wohl auch gegen das Menschenrecht, so meinten es die Demonstranten. ,Gut, dass es den Landrat verletzt, wenn man ihn als herzlos Kindern gegenüber bezeichnet. Diese Meinung sollte er schnellstens aus dem Weg räumen. Der Familie Thadchanamoorthy ist ohne es zu wissen, in Nina Wiengarten, einer Praktikantin für Sozialarbeit, ein Engel vorausgeeilt, um Schlimmstes zu verhüten. Möge es diesem Engel gelingen, die Familie wieder in ihre Heimat zurückzuführen. Wer möchte sich ihm entgegenstellen? Wenn es einen Weg über unseren Bundespräsidenten gibt, warum nicht?
Geschw. Linnenbrink wünschen allen Lesern ein friedvolles Weihnachtsfest
Am 16. Dezember 2006 um 09:22 Uhr
Der Leserbrief ist klasse! Wir sollten uns einen Termin beim Bundespräsidenten geben lassen. Dr. Henning Scherff, der ehemalige Bürgermeister der Hansestadt Bremen hat ausdrücklich in einem handgeschrieben Brief unter anderem folgenden Ratschlag gegeben: “…öffentlicher Druck hilft…”. Übrigens: Es gibt noch Plakate und Handzettel die darauf warten, dass liebe Menschen sie im Kreis Warendorf “unter`s Volk bringen”. Öffentlicher Druck hilft…von unten und von oben…