Spenden dringend gebraucht für Familie Thadchanamoorthy

24. April 2008

Gestern, am 23. April 2008, schaffte es Sri Lanka leider wieder in die Berichterstattung der Tageschau. Doch unabhängig davon, gibt es täglich viele Tote, auch unter der Zivilbevölkerung. (siehe www.geoflueck.ch).

Mit Herrn Thadchanamoorthy, sprach Elisabeth am 22. April 2008. Die Kinder und Frau Thadchanamoorthy sind sehr krank. Es musste mehrmals täglich ein Arzt aufgesucht werden. Wir bezahlen die Kosten – brauchen aber dringend noch Spenden für die Familie, da Herr Thadchanamoorthy immer noch keine ID-Karte hat. Die Karte ist hier in Deutschland, daran möchte ich erinnern, verloren gegangen.

Bürgerkrieg in Sri Lanka und Familie Thadchanamoorthy

14. April 2008

Die Situation in Sri Lanka eskaliert immer mehr. Auch in der Hauptstadt Colombo steigt die Gefahr. Familie Thadchanamoorthy ist im Moment krank. Besonders Herrn Thadchanamoothy ging es am Samstag nicht gut, wie Frau Wiengarten in einem Telefongespräch erfahren konnte. Er ist krank. Es regnet sehr viel. Die Familie hat auch sehr große Angst, da der Bürgerkrieg immer mehr eskaliert.

Frau Wiengarten äußert sich betroffen: Ich stelle mir immer noch vor: Drei kleine Kinder, die in Deutschland geboren wurden, sind vierzehn Tage vor dem Bleiberecht in ein Kriegsland geschickt worden. Diese Kinder erleben nicht nur den Bürgerkrieg, sondern sehen und spüren auch täglich die Angst ihrer traumatisierten Mutter und erleben den Vater, der die Last alles allein zu tragen, kaum mehr schafft.

Wichtige Infos zu Sri Lanka von www.geoflueck.ch

Sonntag, 13. April 2008, 21.00 h Heftige Kämpfe östlich von Mannar + 10´000 Raketen aus der Slowakei

Innenpolitik: Die Dissidenten innerhalb der JVP wollen unter der Bezeichnung „Patriotic Front“ politisch aktiv bleiben. 11 Parlamentarier gehören dieser Gruppe an. (lankaenewspapers) Die Überläufer der LTTE wünschen von der srilankischen Regierung die Vermittlung einer Arbeit und eine Ausreise nach Übersee. In Sri Lanka seien sie ihres Lebens nicht sicher, auch wenn sie in gut bewachten Häusern lebten. (Hindu)

Aussenpolitik: Sri Lanka bekommt von der Slowakei 10´000 Raketen für Mehrfachraketenwerfer. Das passt einer NGO gegen Waffenhandel nicht, da Sri Lanka eine kriegsführende Nation sei. Die EU windet sich, weist aber darauf hin, dass gegen Sri Lanka kein internationales Waffenembargo bestehe. (il) Norwegen ruft zu Geduld auf – diese brauche es, um Frieden in Sri Lanka zu erreichen. Norwegen sei nicht für ein Tamil Eelam. (TN, il) Auf dem Meer zwischen Sri Lanka und Indien ist es zu Auseinandersetzungen zwischen indischen und srilankischen Fischern gekommen, worauf von Indien 10 srilankische Fischer festgenommen und nach Chennai (Madras) gebracht wurden. (Hindu) Zwei srilankische Männer wurden in Tamil Nadu (Indien) festgenommen. Sie hatten ein Boot mit einer Ladung Batterien fluchtartig verlassen, als sie von indischen Sicherheitskräften entdeckt worden waren. (Hindu)

Wirtschaft: Die Teuerung bei den Konsumentenpreisen ist im März 2008 im Vergleich zum März 2007 um 23.8% gestiegen. (LP) Der Preis für Salz ist innert Monatsfrist um 100% gestiegen. (il)

Sicherheit und Menschenrechte: In Kotahena, Colombo, sind am Freitag Mittag zwei tamilische Zivilisten entführt worden und auch im Puttalam Distrikt verschwanden 2 Tamilen. (TN) In der Region Madhu, östlich von Mannar, gab es in den letzten Tagen und Wochen insgesamt 12´000 Flüchtlinge, welche in sicherere Gebiete nach Norden flohen. (TN)

Jaffna: .Am Samstag will die Armee bei Muhamalai 2 Rebellen getötet und 5 verletzt haben, als sie angeblich 2 Bunker zerstört hatte. Auch 3 Soldaten seien verletzt worden. (SLA) Laut LTTE ist ein Gebietsabschnittschef der Armee für Muhamalai, Lt. Col. Ratnayake, durch einen LTTE-Scharfschützen verletzt worden. (TN) Bei einem Anschlag in Nelliady, zwischen Point Pedro und Jaffna, ist am Samstag ein (SLA) (TN: 2 Soldaten) – Soldat getötet und einer schwer verletzt worden. (SLA, TN) Am Freitag sei ein Rebell bei Muhamalai getötet worden und 3 verletzt. (SLA)

Mannar: Bei Adampan, Parappakandal, Veddayamurippu, Udaiyadi und Madhu – kam es am Samstag zu einer Armeeoffensive, wobei laut Armee nördlich des Giant Tank Territorium durch die Armee erobert wurde. 66 Rebellen seien getötet und 30 verletzt worden. Dabei seien angeblich 9 Soldaten getötet und 32 verletzt worden. (SLA) Am Sonntag berichtet das Verteidigungsministerium von 77 toten Rebellen und 12 gefallenen Soldaten am Samstag. (CP) Anders die Zahlen der LTTE: es seien 30 Soldaten gefallen, 75 verletzt worden und nur 3 Rebellen getötet worden. Die Kämpfe seien westlich des Giant Tank gewesen. Madhu liege unter Artillerie- und Mörserbeschuss (TN)

Vavuniya: In der Region Vilattikulam, Vinayagakulam und Chinnavalayankulam – nördlich von Madhu – sollen am Samstag 5 Rebellen durch die Armee getötet sowie 8 Rebellen und 3 Soldaten verletzt worden sein. (SLA) Am Freitag seien bei Vinayankulam und Vedamakulam 4 Rebellen getötet worden. (SLA)

Mullaithivu/ Anuradhapura: In der Gegend von Janakapura, Kokkuthuduwai, Andankulam und Kiribbanwewa, will die Armee weitere Positionen der LTTE erobert haben. 6 Rebellen seien am Freitag und Samstag getötet und 19 Rebellen und 5 Soldaten verletzt worden. 2 Rebellenbunker seien zerstört worden. (SLA)

Freitag, 11. April 2008, 22.05 h Mönche unterstützen JVP-Dissidenten + Pakistan und China helfen Sri Lanka

Innenpolitik: Im Konflikt innerhalb der JVP haben Mönche des Patriotic Bikkhu Front und der Ruhuna Bikkhu Front Position zugunsten von Weerawansa bezogen – er solle doch die JVP übernehmen. (il) Andrerseits ist eine JVP Parlamentarierin (Matala Distrikt) wieder zur alten JVP zurückgekehrt. (CP)

Aussenpolitik: Sri Lankas Präsident Rajapakse hat den pakistanischen Präsidenten Musharaf in China getroffen, welcher Hilfe im Kampf gegen Terror versprach. (il) Auch China will Sri Lanka im Kampf gegen Terror unterstützen. (CP) Damit dürfte in beiden Fällen auch die Lieferung militärischen Materials gemeint sein. (geoflueck) Amnesty International hat die LTTE kritisiert, weil beim Anschlag gegen Minister Fernandopulle auch viele Zivilisten (Sportler) gestorben waren. (CP)

Wirtschaft: Die Rupie schloss wieder etwas schwächer auf 107.88/90 Rupien pro Dollar. (reuters)

Telefonat mit Herrn Thadchanamoorthy vom 2. April 2008

4. April 2008

Im heutigen Telefonat mit Herrn Thadchanamoorthy berichtete er von starken Militärkontrollen. Zum Glück drangen die Soldaten dieses Mal nicht in seine Wohnung ein. Im Hintergrund hörte ich die Kinder und Frau Thadchanamoorthy jedoch weinen. Alle haben sehr große Angst, wenn das Militär auf der Straße kontrolliert. Zu oft haben sie schon erfahren, dass der Ehemann und Vater nur vor Inhaftierung gerettet wurde, weil die Ordensschwestern zur Hilfe eilten.

Immer noch hat Herr T. keine ID-Karte. Bitte erinnern Sie sich, dass er ohne die lebensnotwendige ID-Karte im Oktober 2006 abgeschoben wurde. Wir können nur immer wieder die Lebensgefahr betonen, die dadurch für die ganze Familie entstanden ist. Trotz vielfältiger Versuche konnte keine neue Karte erhalten werden. Die Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt stellen ganz klar die Gefahr, die inschwischen auch in Colombo herrscht, heraus.

Inzwischen gibt es auch Anschläge auf Kirchen. Ein Bischof ordnete sogar an, dass der Madu Schrein in Sicherheit gebracht werden muss.

Zitat www.tamilpress.de:

„Mehr als 5.000 Menschen haben sich am Mittwochmorgen vor der St. Sebastians Kathedrale in Mannaar versammelt und an einem Gebet teilgenommen. Danach zogen sie vor das Distriktsekretariat und übergaben einen Appell, in dem sie die srilankische Regierung und die LTTE aufforderten, die Gegend des Madu Schreins zur „Friedenszone“ zu erklären. „Mehrfach schlagen Granaten auf das Kirchengelände ein, und viele derjenigen, die sich dort aufhalten, mussten fliehen, während Priester und die anderen Kirchenarbeiter, die noch vor Ort sind, in Angst leben und gezwungen sind, Zuflucht in Bunkern zu suchen“, heißt es in einem Appell des Bischofs von Mannaar.“

Für das Team von abgeschoben-waf.de – Elisabeth Wiengarten

3. April 2008 www.auswaertiges-amt.de

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt rät von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Sri Lanka ab.

Seit Beginn des Jahres 2008 hat die Zahl terroristischer Anschläge landesweit deutlich zugenommen, auch in Gegenden, die bislang als unproblematisch galten.

Deutschen Staatsangehörigen, die sich nicht nur vorübergehend in Sri Lanka aufhalten, wird empfohlen, sich bei der Botschaft zwecks Eintragung in die Deutschenliste zu melden.

Der seit Februar 2002 bestehende Waffenstillstandsvertrag zwischen der Regierung und der LTTE ist seit dem 16. Januar 2008 außer Kraft. Seitdem gab es in verschiedenen Landesteilen vermehrt Bombenanschläge mit vielen Toten, auch in der Hauptstadt Colombo, zuletzt bei einem Selbstmordanschlag im Hauptbahnhof. Es muss damit gerechnet werden, dass es zu einer weiteren Verschärfung der Sicherheitslage kommt, auch in Landesteilen, die bislang als unproblematisch galten. Insbesondere Colombo wird in Zukunft mehr gefährdet sein.

Nördliche, östliche und südöstliche Landesteile

Nachdem die Kampfhandlungen im Osten weitgehend zum Erliegen gekommen sind, hat dort die Armee die Kontrolle übernommen. Aber nach wie vor gibt es ein hohes Maß an Unsicherheit wegen der Anwesenheit paramilitärischer Gruppen und dem Wiedereinsickern von LTTE-Kämpfern. Die jetzt beginnende Vorbereitung regionaler Wahlen wird zu gewalttätigen Auseinandersetzungen rivalisierender Parteien und Gruppen führen, so dass von Reisen in dieses Gebiet abgeraten wird. Der Krieg verlagert sich mittlerweile in den Norden, so dass auch die Gebiete südlich der Demarkationslinie bei Anuradhapura nicht mehr besucht  werden sollten. Der Yala-Nationalpark ist nach Bombenanschlägen jetzt wieder geöffnet, von einem Besuch wird jedoch abgeraten. Die Halbinsel Jaffna kann nicht bereist werden. Übrige Landesteile und Hauptstadt ColomboSeit Herbst 2006 hat es auch in den touristisch bevorzugten und vom ethnischen Konflikt bisher weitgehend verschonten Landesteilen im Süden und Südwesten (kulturelles Dreieck, Galle) Anschläge auf militärische Einrichtungen gegeben, die Todesopfer gefordert haben. Hiervon war – insbesondere seit Beendigung des Waffenstillstandes im Januar 2008 – mehrfach auch die Hauptstadt Colombo betroffen. Mit weiteren Anschlägen muss gerechnet werden.  Vor allem in Colombo ist die starke Präsenz des Militärs unübersehbar. Anordnungen der Sicherheitskräfte an den häufigen Sicherheits-Checkpoints müssen unbedingt befolgt werden. Militärische Einrichtungen und Militärkonvois sind immer wieder Ziel von Anschlägen und sind zu meiden.

Reisen über Land

Nachtfahrten sind auch aus Gründen der Verkehrssicherheit außerhalb der Städte zu unterlassen; auf die häufig unbeleuchteten Verkehrskontrollpunkte auch innerorts ist besonders zu achten. Hauptverkehrsstraßen bieten eine höhere Sicherheit als weniger kontrollierte Nebenwege und sind deshalb unter den oben genannten Einschränkungen vorzuziehen. Öffentliche Verkehrsmitttel wie Bus und Bahn sollten aufgrund der Anschlagsgefahr gemieden werden.

Seereisen

Aufgrund von immer wieder auftretenden Fällen von Piraterie in sri lankischen Gewässern wird insbesondere Seglern zu Vorsicht geraten.

Neues von Familie Thadchanamoorthy

16. Januar 2008

Verehrte Leser der Seite,

inzwischen rufen wir fast täglich bei Fam. Thadchanamoorthy an. Die Gefahr steigt täglich. Ohne ID-Karte kann Herr Thadchanamoorthy quasi gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Seine Frau, obwohl sie unglaubliche Angst und Depressionen hat, erledigt das Notwendigste. Die Situation eskaliert. Wir hoffen immer noch die Familie zurück holen zu können. Von Apisan haben wir heute einen Brief bekommen. Er schrieb darin, dass er gern seinen Geburtstag mit den Freunden aus Warendorf feiern würde. Dieses Jahr wird es nicht mehr klappen. Apisan hat am 26. Januar Geburtstag. Aber vielleicht klappt es ja, dass er seinen nächsten Geburtstag mit uns hier in Deutschland feiern kann. Die Wege dazu sind offen. Wir brauchen nur die Ja-Stimme der Mächtigen.

Wer der Familie Thadchanamoorthy einen Brief schreiben möchte oder den Kindern ein Päckchen schicken möchte, der kann sich an uns wenden. Wir können die Grüße weiterleiten. Die Kinder würden sich sehr über Süßigkeiten, Stifte, Bilderbücher, Malpapier, Spielzeug usw. freuen. Ein Briefpäckchen – Gewicht 1 Kilo – kostet an Porto 12,– Euro. Es wäre in dieser Zeit der Kriegsangst eine Hilfe. Außerdem wäre es bei der momentanen Situation für die Familie gut, wenn sie spürt, dass hier in Deutschland noch viele Menschen an sie denken.

Mit freundlichem Gruß
Elisabeth Wiengarten

Telefonat mit Herrn Thadchanamoorthy am Dienstag, dem 8. Januar 2008

9. Januar 2008

 

von Elisabeth Wiengarten

Nachdem ich von dem heutigen Anschlag in Colombo gehört hatte, telefonierte ich mit Herrn Thadchanamoorthy. Er traut sich kaum mehr aus dem Haus, da er ja immer noch keine ID-Karte hat. Zusätzlich ist Frau Thadchanamoorthy auch noch krank geworden. Neben körperlichen Leiden hat sie auch große Angstattaken.

“Wir sind Münster” – Vernissage am Mittwoch, den 12. Dezember 2007

7. Dezember 2007

Münster. „Wir sind Münster“ – sagen die Menschen, deren Porträts in einer Ausstellung der GGUA Flüchtlingshilfe zu sehen sind. Es sind eindrucksvolle Fotos von zehn Personen aus acht Ländern.

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(v.l.) Dr. Ulrike Löw, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising, Nina Wiengarten, Studentin der Sozialen Arbeit an der Katholischen Fachhochschule Münster, Sarah Held, Designstudentin der Fachhochschule Münster, Fachbereich Design und Claudius Voigt, Dipl. Sozialarbeiter. Foto: Lena Hesse

In einem Format von je 80 x 60 cm treten die Portraits mit dem Betrachter in eine intensive Beziehung. Die Menschen wollen dies nicht nur durch die Fotos, sondern auch im wirklichen Leben, wenn einer von ihnen sagt: „Man kann nichts über Menschen wissen, ohne Kontakt, ohne Interesse. Besser ist es Kontakt mit den Fremden zu haben, sie kennen zu lernen und von ihnen zu wissen, was sie mit sich tragen.“ Auszüge aus den Biografien der Flüchtlinge gewähren Einblicke in ihre Geschichten und geben Auskunft über ihren Alltag und ihre Wünsche.

Der Fokus des Projekts liegt auf einem Zukunftsthema: Die Förderung von Verständnis, Akzeptanz und Toleranz gegenüber Flüchtlingen und Migranten. Am Mittwoch, dem 12. Dezember 2007 startet die Ausstellungsreihe im Ausländerbeirat im Stadthaus 2 am Ludgerikreisel. Von 16.00 bis 20.00 Uhr können BesucherInnen die Portraits zum ersten Mal sehen und mit den TeilnehmerInnen ins Gespräch kommen.

Ein Praxissemester in Sri Lanka hat Nina Wiengarten, Studentin der Sozialen Arbeit, zu diesem Projekt angeregt. „Ausländische Mitbürger sind nicht als hilflose Objekte zu betrachten. Im Gegenteil, sie strahlen Würde aus und können durch ihre kulturellen Hintergründe, ihre Fähigkeiten und ihre Arbeitskraft entscheidend zur Gestaltung einer offenen, zukunftsorientierten Gesellschaft beitragen“, erläutert die Studentin der katholischen Fachhochschule. Zum Projektteam gehören Dr. Ulrike Löw und Claudius Voigt von der GGUA.

Die Designstudentin Sarah Held von der Fachhochschule Münster, Fachbereich Design, hat die Fotografie und Gestaltung übernommen. Gezeigt wird die Ausstellung bis Ende nächsten Jahres an fünf weiteren Orten in Münster: 17. Dezember 2007-12. Februar 2008 JiB, Hafenstraße 34 // 3. März -29. März 2008 Stadtbücherei Münster // 4. April – 28. Mai 2008 ESG, Café Weltbühne, Breul 43 // 3. Juni -13. August 2008 Katholische Fachhochschule, Piusalle 89 // 16. September -14. Oktober 2008 Städtische Bühnen. Unterstützt wird das Projekt von dem Kulturamt der Stadt Münster, Konradt Werbung, der Sparkasse Münsterland Ost, dem Förderverein Pro Asyl e.V., dem Ausländerbeirat der Stadt Münster, der Volkbank Münster und Dr. Uwe Schüllenbach. Dabei sein!

Hobbybäckerinnen und -bäcker gesucht, die uns helfen können

27. November 2007

Beelen. Der Aktionskreis von Beelen und Warendorf der Aktion Kinderhilfe e.V. bittet für die Sri Lanka Aktion um Unterstützung. Bedingt durch den anhaltenden Bürgerkrieg auf der Sonneninsel geraten immer mehr Kinder in Not und die Waisenhäuser der Schwestern vom Guten Hirten füllen sich immer mehr. Neben dem Waisenhaus in Colombo versucht man daher aktuell die Waisenhäuser in den Bürgerkriegsgebieten Jaffna, Batticaloa und Mannar zu unterstützen.

In diesen Orten finden fast täglich Bürgerkriegshandlungen statt. Die Organisatoren möchten neben anderen Spendenaktionen für die Waisenhäuser Weihnachtsplätzchen verkaufen. Wer die Gruppe mit selbstgebackenen Plätzchen unterstützen kann, kann diese bei Familie Wiengarten, Westkirchener Straße 10, Beelen abgeben. Für weitere Infos steht Elisabeth Wiengarten unter Telefon 02586/970034 zur Verfügung und Infos gibt es auch auf der Internetseite www.srilanka-waf.blogspot.com. Die Plätzchen sollen am kommenden Samstag, dem 1. Dezember in der Stadtbücherei Münster verkauft werden und auf dem Beelener Weihnachtsmarkt am 9. Dezember 2007.

Veranstaltung in Münster am 27. November 07

12. November 2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Kriege ist in Sri Lanka wieder offen ausgebrochen, es ist hier ein eher vergessener Krieg. Deshalb habe ich die Gelegenheit genutzt und kurzfristig Herrn Bashana Abeywardene für den 27.November 2007 nach Münster eingeladen.

Er lebt seit ungefähr einem Jahr in Deutschland, weil er sich in Sri Lanka friedenpolitisch engagiert und die Regierung für ihre Kriegspolitik kritisiert hat. Daraufhin wurde er ernsthaft mit dem Tod bedroht und ist geflohen. Er ist Singhalese, Journalist und Schriftsteller und war Sprecher der sog. Hiru-Gruppe, die vor einigen Jahren in Sri Lanka ein großes Kulturevent für den Frieden organisiert hat, an dem sowohl tamilische wie auch singhalesische Gruppen teilgenommen haben.
Er ist über die Konfliktlinien, die internationalen Interessen in Bezug auf Sri Lanka und über neuere Entwicklungen sehr – so z.B. über die letztlich kriegsfördernde Einschätzung der tamilischen LTTE als terroristischer Organisation durch die EU – gut informiert und wird darüber berichten und zum anschließenden Gespräch bereit sein.

Die Veranstaltung wird im Institut für Theologie und Politik, Friedrich-Ebert-Str. 7 (Eingang im Hof) stattfinden und um 19.30 Uhr beginnen. Es wäre schön, wenn Sie Zeit hätten und dabei sein könnten.

Vielleicht könnte diese Veranstaltung ja auch ein erster Schritt werden, die Sri Lanka-Solidarität ein wenig zu stützen und Kontakte aufzubauen.

Viele Grüße

Ludger Weckel

ai weiter im Einsatz für abgeschobene Familie

8. November 2007

Radio Waf von heute – 7. November 2007
www.radio-waf.de

Ein Jahr nach der Abschiebung will die Warendorfer Gruppe von amnesty international weiterhin die Familie aus Sri Lanka zurück nach Deutschland holen. Das Ehepaar hatte jahrelang in Warendorf gelebt. Die 3 Kinder wurden hier geboren. Im letzten Oktober hatte der Kreis nach einem abgelehnten Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg die Familie in ein Flugzeug nach Sri Lanka gesetzt. Trotz anhaltender Proteste steht die Behörde weiter hinter der Entscheidung, der Anwalt der Familie sieht aber noch Möglichkeiten für eine Rückkehr nach Deutschland.

Urgent Action von Amnesty International

7. August 2007

Urgent Action
UA-Nr: UA-172/2007
AI-Index: ASA 37/016/2007
Datum: 04.07.2007

MORDDROHUNGEN in Sri Lanka:
Sadaruwan Senadheera ist der Herausgeber des Online- Nachrichtendienstes „Lanka Enews“, der über Themen wie Menschenrechte und Korruption berichtet. amnesty international fürchtet um die Sicherheit des Journalisten, da er seit Januar dieses Jahres immer wieder per E-Mail oder am Telefon Drohungen erhält. Die jüngste Morddrohung ging im Juni 2007 ein, nachdem Sadaruwan Senadheera einen regierungskritischen Artikel veröffentlicht hatte.
Am 27. Juni 2007 veröffentlichte „Lanka Enews“ einen Artikel über die Kritik der Internationalen Juristenkommission an den Ermittlungen der srilankischen Regierung bezüglich der Ermordung von 17 Mitarbeitern der Hilfsorganisation „Action Contre La Faim“ (ACF), die im August 2006 getötet worden waren. In der Überschrift dieses Artikels wurde der Vorwurf erhoben, die Regierung habe Beweise über die Tat manipuliert. Kurz nach der Veröffentlichung des Artikels gingen bei Sadaruwan Senadheera mehrere Drohanrufe ein.
Er erhielt zudem eine Drohung per E-Mail, in der es hieß: „Wenn Journalisten die Wahrheit verdrehen und die Nation in Gefahr bringen, dann haben ich und alle unschuldigen Menschen nur einen Wunsch. Ihr alle bekommt eines Tages eine Kugel Kaliber 5,52 mm oder 7,62 mm verpasst – je früher desto besser“. Die Drohungen per E-Mail und Telefon setzten im Januar 2007 ein. Die jüngsten Drohungen hat Sadaruwan Senadheera bei der Polizeiwache „Rajagiriya Walikade“ in Colomobo gemeldet.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Die Menschenrechtslage in Sri Lanka hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert. Die eskalierende Gewalt führt zu weitverbreiteten Menschenrechtsverstößen und einer Atmosphäre der Angst und Unsicherheit. Besonders gefährdet sind Journalisten und andere Personen, die sich für die Menschenrechte einsetzen. So wurde in der vergangenen Woche K.P. Mohan, ein Kolumnist der Zeitung „Thinukkuran Daily, der unter anderem über die Streitkräfte Sri Lankas schreibt, auf seinem Weg zum Präsidentenpalast von mehreren Angehörigen der Luftwaffe so brutal verprügelt, dass er in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.
In Sri Lanka sind Journalisten in Gefahr, eingeschüchtert, bedroht, entführt, angeschossen oder anderweitig tätlich angegriffen zu werden. Für diese Taten sollen sowohl Angehörige der Sicherheitskräfte als auch Mitglieder bewaffneter Gruppierungen, darunter die LTTE und die Karuna-Gruppe (im Osten des Landes), verantwortlich sein. Seit Anfang 2006 sind in dem Inselstaat neun Medienvertreter getötet worden. Ein weiterer, der als „verschwunden“ gilt, soll ebenfalls tot sein.

EMPFOHLENE AKTIONEN:
Schreiben Sie bitte E-Mails, Telefaxe oder Luftpostbriefe, in denen Sie Ihre Sorge um die Sicherheit von Sadaruwan Senadheera zum Ausdruck bringen, der offenbar aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit seit Januar 2007 telefonische Drohungen und einschüchternde E-Mails erhält; darauf hinweisen, dass er nach der Veröffentlichung eines Artikels vom 27. Juni 2007 in der Internetpublikation „Lanka Enews“, in dem Kritik an der Regierung geübt wurde, mehrere Drohungen erhalten hat und deshalb in Lebensgefahr ist;
die Behörden auffordern, umgehend Maßnahmen zum Schutz von Sadaruwan Senadheera einzuleiten;
fordern, dass sofort eine unabhängige und umfassende Untersuchung der gegen den Journalisten gerichteten Morddrohungen eingeleitet wird;
an die Regierung Sri Lankas appellieren, allen Journalisten die Möglichkeit zu geben, unabhängig zu arbeiten, ohne Angriffe, Drohungen, Einschüchterungen oder andere Menschenrechts- verletzungen fürchten zu müssen.

APPELLE AN:
President Mahinda Rajapakse, Presidential Secretariat, Colombo 1, SRI LANKA
(Staatspräsident – korrekte Anrede: Dear President)
Telefax: (00 94) 112-446 657, (00 94) 112-472 100
Gotabaya Rajapaksa, Secretary, Ministry of Defence, 15/5 Baladaksha Mawatha, Colombo 3, SRI LANKA (Staatsminister im Verteidigungsministerium – korrekte Anrede: Dear Secretary of Defence)
Telefax: (00 94) 112-446 300, (00 94) 112-541 529
Inspector General of Police Victor Perera, Headquarters, New Secretariat, Colombo 1, SRI LANKA (Polizeichef – korrekte Anrede: Dear Inspector General)
Telefax: (00 94) 112 345 227, (00 94) 112-446 174, (00 94) 112-336 711
E-Mail: igp@police.lk

KOPIEN AN:
Mahinda Samarasinghe, Minister of Disaster Management and Human Rights, 383, Department of Meteorology, Bauddhaloka Mawatha, Colombo 7, SRI LANKA
(Minister für Menschenrechte und Katastrophenschutz – korrekte Anrede: Dear Minister)
Telefax: (00 94) 112-681 978, (00 94) 112-881 982
Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka
S. E. Herrn Manjusri Jayantha Palipane
Niklasstr. 19, 14163 Berlin
Telefax: 030-8090 9757
E-Mail: info@srilanka-botschaft.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Singhalesisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 15. August 2007 keine Appelle mehr zu verschicken.
RECOMMENDED ACTION: Please send appeals to arrive as quickly as possible, in English or your own language:
- expressing concern for the safety of Sadaruwan Senadheera, who has received a series of threatening emails and telephone calls, purely as a result of his peaceful and legitimate activities as a journalist;
- noting that his life may be at risk following the publication of an article on Lanka Enews, the online news service, which was published on 27 June 2007;
- urging the authorities to take immediate steps to guarantee the safety of Sadaruwan Senadheera;
-urging the authorities to conduct a prompt, independent and impartial investigation into the death threats Sadaruwan Senadheera has received;
- calling on the Sri Lankan government to ensure that all journalists are allowed to work independently, without fear of attacks, harassment or other human rights violations.